Herzlicher Empfang am Flughafen

Christine und Helmuth beim trinken des Wassers aus Matamba-Solo
Christine und Helmuth beim trinken des Wassers aus Matamba-Solo

(bez) In Paris vertrieben wir die Zeit am Flughafen in einem Bistro. Leider hatten sie keine Croissant, so gab es für mich nur ein Joghurt. David schrieb am Abschlussbericht und so ging auch diese Zeit schnell vorbei. Der Abflug verzögerte sich noch um 20 Minuten wegen einem Softwareproblem in der Gepäckregistrierung. In Basel hatten wir all unser Gepäck innerhalb von keinen zwei Minuten. Herzlich empfangen wurden wir von vier EMIK-Freunden und drei Familienangehörigen. Zur Feier des Tages gab es noch einen Apèro mit einem Champagner. Helmuth Fässler und Christine Sedano, den Initianten des Wasserprojektes, überreichte ich noch ein Fläschchen mit Wasser welches in Matamba-Solo abgefüllt wurde.

Nun hat der Alltag wieder angefangen, bei David in Genf und bei mir in Basel. Meine Gedanken schweifen aber immer wieder nach Matamba-Solo ab wo wir so unglaubliches erleben durften.
Sobald ich weiss, wann und wo ich über dieses Projekt berichten kann, werde ich dies auf der Homepage unter Veranstaltungen mitteilen.
Bilder und Videos von unserem Einsatz werde ich in voraussichtlich ab anfangs März auf der Homepage publizieren.
Mit diesem Beitrag beende ich meine Berichterstattung und freue mich auf persönliche Begegnungen mit euch und bedanke mich für all eure Unterstützung in jeglicher Form.

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Letzter Tag in Kinshasa

David und Blaise mit Tim im Restaurant Chez Tintin
David und Blaise mit Tim im Restaurant Chez Tintin

(bez) Nach der warmen Dusche packe ich und muss feststellen, dass ich keine Erdnüsse mitnehmen kann. Ich habe immer noch Übergepäck und hoffe David hat noch für ein paar Kilo von mir platz. David duscht bei mir im Zimmer da aus seiner Dusche nur kaltes Wasser kommt. Nach dem Morgenessen packt auch David und teilt mir mit, dass er seine Erdnüsse auch hier lassen muss und kein Gepäck von mir nehmen kann. So musste ich mich entscheiden wovon ich mich trennen musste. Die Erdnüsse bekommt eine alleinerziehende Frau welche diese über 10 kg verkaufen wird und dadurch zu Geld für ihre Kinder kommt. Am Bankomaten holten wir noch Geld für die letzten Ausgeben. Wurden um 10 Uhr mit dem Auto abgeholt um mit dem ganzen Gepäck in den Gottesdienst der Internationalen protestantischen Kirche in Kinshasa zu gehen. Wir kamen eine halbe Stunde zu spät, waren aber nicht die letzten. Anschliessend fuhren wir an den Kongofluss um unser letztes Mittagessen im Chez Tintin einzunehmen. Der Kongo ist in der Regenzeit viel breiter als in der Trockenzeit, wo wir ihn bis jetzt immer gesehen haben. Der nächste Programmpunkt war ein Treffen mit Alfred Mbuta auf der Baustelle des neuen CEK-Zentrums. Kurze Besprechung und Verabschiedung. Unterwegs bringe ich noch mein Badetuch, welches ich aus Gewichtsgründen nicht mitnehmen kann, dem Piloten der MAF vorbei. Ihm habe ich letztes Jahr schon mein Badetuch geschenkt weil es ein Werbetuch ist der Schokoladenfabrik Frey und der kanadische Pilot mit schweizer Wurzeln auch Frey heisst. Er hat sich sehr gefreut. Wir fahren danach direkt zum Flughafen und kommen relativ schnell vorwärts. Zum ersten mal erleben wir, dass ein Taxibus uns hinten leicht in die Seite fährt. Es gibt ein kleines Wortgefecht und unser Fahrer steigt aus um den Hinterradspritzschutz, der durch die Berührung abgeflogen ist, einzusammeln. Anschliessend fahren wir weiter. Wir sind schon um 17 Uhr am Flughafen, parkieren aber nebenan neben einem Restaurant und trinken noch was mit Blaise (unser Begleiter und Fahrer und Sourir (Chef der Ingenieuren der CEK). Der Check-in verläuft ohne Probleme wir sind überall am oberen Gewichtslimit. Zum Glück wiegt er meine Schultertasche mit der Technik nicht. Vor dem Gate warten wir über zwei Stunden auf das Boarding. Dieses Mal läuft Alles wie am Schnürchen der Flieger hebt sogar ein paar Minuten früher ab als geplant. Das Nachtessen können wir erst um Mitternacht essen da es am Anfang sehr starke Turbulenzen gab und der Flieger stark geschüttelt wurde.

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Viel Wartezeit

Nick und seine Frau Jocelyn von der MAF
Nick und seine Frau Jocelyn von der MAF

(bez) Geplant war für heute ein Besuch des Bonobo Park. Bonobo sind Zwergschimpansen. Um 10 Uhr sollten wir abgeholt werden. Er kam dann nach 13 Uhr da es mehrere Staus und Blockaden hatte. Während der Wartezeit verabschiedeten wir Brunot und sprachen mit Jolanda Knecht, der Leiterin des Gästehauses. Vor 13 Uhr entschieden wir uns nicht mehr in den Park zu gehen sondern zuerst mal was zu essen. Uns wurde gesagt, dass wir für den Fisch 30 bis 40 Minuten warten müssen. Nach 90 Minuten wurde dann mal der Salat serviert. Der Fisch war sehr gut. Anschliessend besuchten wir Nic Frey, dem Leiter der MAF (Mission Aviation Fellowship), welcher uns auch schon nach Kasongo-Lunda geflogen hat. Er wohnt seit sieben Jahren mit seiner Frau und zwei Kindern in Kinshasa. Wir erfuhren ein wenig über die Arbeit der MAF und seine Familie. Er wollte von uns wissen was wir in Matamba-Solo gemacht haben. Am Abend kommen noch die Ingenieure vorbei um sich zu Bedanken und verabschieden. Einer von ihnen sagte uns, dass er schon als Schüler in Matamba-Solo in sein Heft geschrieben hat, dass er wenn mal Wasser ins Dorf gepumpt wird er als Ingenieur dabei sein will. Für ihn war es auf jeden Fall auch ein riesiges Erlebnis und hat sich ausgelassen gefreut als zum ersten Mal letzten Sonntag Wasser im Dorf ankam. Er hatte mich vor Freude fast erdrückt. Nun geht es ans Packen. Ich mache mir nur Sorgen wie ich alles in drei Koffer und ein Handgepäckkoffer bringen soll. Gesamthaft kann ich 81 kg mitnehmen. Dabei habe ich schon einen Zusatzkoffer für 23 kg bezahlt. Von den 8.5 kg Erdnüssen die ich erhalten habe zum Verteilen, werde ich voraussichtlich keine mitnehmen können. Ein weiterer Zusatzkoffer wird sicher über 180Fr. kosten, dies entspricht 21Fr. pro Kilogramm Erdnüssen.

 k

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Treffen mit der CEK-Leitung

Neues CEK-Zentrum mit den Bauarbeitern
Neues CEK-Zentrum mit den Bauarbeitern

(bez) Den Morgen verbringe ich mit organisatorischem. Um 13 Uhr werden wir abgeholt um die Baustelle des neuen CEK-Zentrums zu besichtigen. Unterwegs kann ich ohne Probleme Geld aus einem Bankomaten raus lassen. Die Fahrt ist teilweise schlimmer in Bezug auf Geschwindigkeit und Schütteln, als im Kwango. Alfred Mbuta führt uns durch die Räume. Das Erdgeschoss ist schon weit fortgeschritten. In ein, zwei Monaten sollte es bezugsbereit sein. Alle Arbeiter werden uns vorgestellt (Maurer, Eisenleger und Maler). Anschliessend treffen wir uns in einem Restaurant mit einem kleinen Teil der CEK-Leitung und informieren über die Arbeiten in Matamba-Solo. Nach über 1.5 Stunden wurde das Essen serviert. Zurück in unserem Gästehaus konnten wir uns noch kurz entspannen bevor es nach 19 Uhr zum Abschlussessen ins griechischen Restaurant weiterging. David benötigte noch eine Herausforderung und fuhr uns mit dem Auto von Alfred Mbuta durch Kinshasa. Das Problem war nicht der Verkehr oder die Strassen sondern das Auto. Ab ca. 40 km/h schwankte das Auto sehr und machte verdächtige Geräusche. Es kommt mir vor, als ob wir in einem Boot mit hoher Geschwindigkeit über einen stürmischen See fahren würden. Wir kommen auf jeden Fall gut an. Beim Griechen geniessen wir das Essen und den Wein und sind froh, dass wir um 22 Uhr schon wieder zurück sind da wir immer noch müde sind. 

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Wieder in Kinshasa

Es wird Abgerechnet
Es wird Abgerechnet

(bez) Wir sind wieder gut in Kinshasa angekommen. Am Morgen treffen wir uns mit dem Kirchenleiter Stèphane Kabongo. Sie warteten gestern noch bis 23 Uhr um uns mit einem Essen zu empfangen. Er wollte sich über unsere Arbeiten informieren. Nebenbei rechneten wir noch Alles ab (Arbeiter, Aufenthaltskosten, Material, Festbeitrag und offene Arbeiten). Es gab noch Diskussionen wer mit uns mitfliegen darf. Wir hatten eine klare Vorstellung wer sicher mit uns mitfliegen kann. Die CEK-Leitung und Jules Tsengele wollten andere Leute mitfliegen lassen. David hatte wegen diesem Problem schon längere Diskussionen. Neben uns drei Projektverantwortlichen kommen noch die zwei Ingenieure die das Projekt auch letztes Jahr schon begleiteten, ein schwer kranker Mann und eine Frau mit Augenleiden mit ihrem Kind mit. Wir hatten so viel Gepäck, dass nur noch eine zusätzliche leichte Nonne mit wenig Gewicht mitkommen konnte. Die anderen zwei Personen die auch noch mitwollten mussten zurück bleiben. Da David dies im Voraus schon klar mitteilte, dass dies so sein könnte, blieb es auf dem Flugfeld ruhig und die Personen akzeptierten diesen Umstand. Letztes Jahr gab es deswegen wüste Szenen. Der Pilot flog noch zwei Runden über Matamba-Solo und so konnten wir mal das Dorf und das Pumpenhaus von oben anschauen. Da es viele Wolken hatte und immer wieder regnete, schüttelte es immer wieder mal heftig das Flugzeug durch. Der Junge Mann von der Einreisebehörde schaute lange meinen Pass an und Fragte über David ob er Geld von mir haben kann, da nichts zu machen war fersuchte er es über Brunot, welcher den Ball bald wieder an David weiter gab wo er immer noch keinen Erfolg hatte und mir den Pass zurück gab. Nun war David selber an der Reihe. Der Junge Mann wollte auch von ihm Geld oder Gesprächsguthaben. Er werde ihm einfach den Pass nicht geben biss er ihm was gibt. Als er den Pass auf seinem Pult hinlegte nahm in David einfach und sagte ihm wenn er ihn wieder haben will müsse er in einfach erschiessen und ging. So muss man hier mit den mühsamen Behörden umgehen. Die Sache war so für uns erledigt und wir verliessen  das Gebäude. Um 14 Uhr waren wir schon wieder in unserer Unterkunft und konnten uns erholen. Wir sind Alle sehr müde und froh, dass wir heute kein Programm mehr haben. Am Abend assen wir hier im Gästehaus das Nachtessen und konnten endlich meinen Geburtstagswein geniessen.

 

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Alle Pumpen laufen in letzter Sekunde!

Die zwei glücklichen Mitarbeiter
Die zwei glücklichen Mitarbeiter

(bez)  Um 6:30 Treffen wir uns mit den Witwen und dem Hauptpfarrer. Sie Berichten uns über ihre Tätigkeiten und Probleme im letzten Jahr. Sie haben mit einem Teil vom Geld welches sie letztes Jahr erhalten haben eine Kuh gekauft welche auch schon ein Kalb geboren hat. Wir erzählen ihnen was über das Wasserprojekt und wieso des Wasser was kostet. Sie haben jetzt einen Diamanten erhalten auf den sie gut aufpassen müssen damit er seinen Wert (Nutzen) erhält. Sie Bezahlen für einen 25 Liter Bidon einen Gegenwert von 12.5 Rappen. Wenn wir dies auf einen Kubikmeter (1000 l) hochrechnen sind dies 5 Fr. Jetzt kann jeder selber schauen wieviel er an seinem Wohnort bezahlen muss für einen Kubikmeter. Der Preis entspricht hier dem Landesüblichen Standard. Mit dem Geld bezahlen sie den Unterhalt, Arbeiterinnen bei der Wasserstelle, Ersatzteile und Erweiterungen der Wasserversorgung. Am Schluss übergeben wir ihnen wieder eine Spende für ihre Weiterentwicklung. Nach dem Morgenessen gehen wir noch schnell zum Reservoir. Es ist nun Voll und das Wasser kommt beim Überlauf raus. Die Leute steigen ins Loch und füllen ihre Bidons mit dem Wasser des Überlaufes. Als die Leute uns sahen, wollten sie schon Wasser aus den Wasserhähnen haben. Es gab ein riesen Chaos und wir sagten, dass dies so nicht gehen kann. Der Pfarrer sollte sie über eine geordnete Wasserentnahme instruieren und ihnen sagen, dass es für Alle genügend Wasser hat. Wir sagten, dass es noch kein Wasser gibt bevor die Wasserhähnen fixiert sind. Anschliessend geht es zum letzten Mal mit unseren vier Verantwortlichen für den Unterhalt des Pumpensystems und dem Direktor Hugo Mbote runter. Diese vier sind auch unsere Wunschkandidaten gewesen. Wir sind erleichtert, dass sie nun die Verantwortung für den technischen betrieb der Anlage übernehmen. Wir versuchen mit Hochdruck auch noch die letzte Widderpumpe zum laufen zu bringen. Zuerst mussten noch einige Verschraubungen wegen Undichtigkeiten nachgezogen werden. Das grösste Problem war das füllen der zwei Blasenspeicher mit Luft. Ein Ventil machte Probleme und der Ventilanschluss der Velopumpe konnte das Ventil teilweise nicht öffnen. Wir mussten viel Improvisieren und Teile im Dorf suchen lassen. Während der Wartezeit zeigten wir ihnen was nach unserer Abreise noch Alles fertiggestellt werden muss und wie die Unterhaltsarbeiten aussehen. Um 13 Uhr konnten wir dann auch die dritte Pumpe ohne Probleme starten. Ich versuchte sie noch ein wenig zu optimieren. Die obere Quelle liefert im Moment so viel Wasser, dass Sie die zwei Schlumpfwidder gerade mit genügend Wasser beliefern kann. Den Weinmannwidder wird im Moment theoretisch nicht benötigt. Wir erleben wieder einmal einen Glücksmoment mehr in diesem Projekt nach so vielen Dämpfern und Schwierigkeiten. Wir sind Alle sehr glücklich und jubeln vor Freude. Im Dorf merkt man von dem aber nichts. Fluchtartig machen wir uns auf den letzten Aufstieg da es an der Wasserstelle auch noch Arbeit gibt. Kurze Pause mit einem Getränk. Wir stellen das Material für die nächste Arbeit zusammen und stellen fest, dass Mischdüsen für den Leim fehlen. Wir finden sie nirgends. Wir lassen die Einheimischen suchen, da sie diese versorgt haben. In der Zwischenzeit fangen wir mit packen an. Nach längerer Zeit finden sie diese Düse und wir können auch noch diese Arbeit abschliessen. Die vier Wasserhähnen mussten mit zwei Brieden und Gewindestangen an der Mauer fixiert werden. Wir reinigten noch die Wasserstelle und nun wollten wir die Wasserstelle für die Öffentlichkeit eröffnen. Als wir soweit waren gab es wieder ein riesen Chaos. David konnte durch seine Intervention dem Chaos nach einer Minute ein ende setzen. Er vertrieb alle Personen von der Wasserstelle und stellte mit ein paar Helfern alle Bidons die auf einem Haufen lagen in vier Einerkolonnen auf. Nun durften vier Frauen je einen Wasserhahnen bedienen und eine Frau durfte den Wasserhahnen öffnen. Dies war um 15:22. Nun war unsere Arbeit vollendet und wir konnten uns an das Packen machen. Alle warteten geduldig auf mich bis ich meine vielen Sachen gepackt hatte und auch die Küchenutensilien für ein nächstes mal mit Elisabeth eingepackt waren, ging ich nochmals zur Wasserstelle. Diese wurde nach gut zwei Stunden geschlossen. Es wurden in dieser Zeit 6400 Liter Wasser entnommen, welches 256 25 Liter Bidons entspricht. Es gab aber auch viele kleinere Bidons. Ich schätze, dass gesamthaft über 400 Gefässe gefüllt wurden. Zurück lief ich auf Nebenwegen bei einfachen Häusern vorbei wo ein Mann gerade ein Hemd nähte eine Frau ihr Kind stillte und eine Weitere Frau den Maniok stampfte und siebte. Dies war für mich ein schöner Abschluss und die Leute waren sehr glücklich und bedankten sich. Zurück in der Unterkunft assen wir noch was bevor wir nach einem Gebet vom Dorfpfarrer um 18.15 abfuhren. Unterwegs, es war schon Dunkel riefen sie in den Dörfern wo wir nie waren immer wieder «Hallo David». Die reise verlief ohne Probleme ausser, dass es wie üblich hier einfach anstrengend ist auf solchen holprigen «Strassen» und erst noch bei unserer Müdigkeit. Um 23:50 sind wir in Kasongo-Lunda und gehen ohne unser Gepäck, welches wir auf dem Gepäckträger lassen ins Zimmer und legen uns hin.

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Auch die Weinmannpumpe läuft

Die letzte Leitung wird verschraubt
Die letzte Leitung wird verschraubt

(bez) Gestern habe ich vergessen zu schreiben, dass am Morgen als ich noch im Bett lag die Kinder und Erwachsenen hörte wie sie einander mit «l’eau, l’eau est là» begrüssten. Dies rührte mich sehr zu hören wie sich die Leute ausserordentlich freuten. Als ich in unsere Küche ging un das Team mit «l’eau» begrüsste, antworteten sie mit «l’eau est là».

 

 Während dem Morgenessen läuft einer mit einem Megafon umher und informiert die Leute, dass sie heute freiwillig mithelfen sollen die Wasserleitung mit Erde zuzudecken. Brunot und seine Equipe zieht noch die undichten Verschraubungen nach und montieren den Einlauf im oberen Triebbecken. Im Pumpenhaus setzten wir Alles daran um auch die Weinmannpumpe zum laufen zu bringen. Dazu mussten die Trieb- und die Steigleitung mit der Pumpe verbunden werden. Damit der Überlauf des oberen Triebbeckens die untere Quelle nicht durch Erosionsdreck verschmutzt, versucht David mit Arbeitern das Wasser direkt durch Röhren zum unteren Becken zu leiten. Dazu muss er auch noch die Erdverschiebungen koordinieren und die Mauer beraten wegen der Abdeckung auf der unteren Quelle. Kurz vor 17 Uhr können wir noch den Weinmannwidder starten. Da das Wasser der unteren Quelle noch durch die Arbeiten verschmutzt ist stellen wir ihn wieder ab bevor es ins obere Becken gelangt. Die Eröffnung der Wasserentnahme und das anschliessende Fest sollte ab 14 Uhr starten. Sie warteten aber, bis wir uns erholt, gewaschen und umgezogen hatten um die Zeremonie um 18:30 zu starten. Leider war es schon Dunkel als wir beim Reservoir auftauchten. Die Wasserentnahme war geschmückt und mit einem weissen Band (altes Moskitonetz) abgesperrt. Es waren einige Hundert Personen anwesend. Zwei Chöre eröffneten die Zeremonie. Anschliessend hielt der Dorfälteste eine Andacht bevor er das Band durchschnitt.  Anschliessend hielt ein Quartierchef eine Rede, trank Palmwein und spie den Palmwein auf die Wasserhähnen dies wurde von mehreren Personen wiederholt. Anschliessend begaben wir uns in den Gemeinschaftssaal wo nur die über hundert geladenen Gäste reingelassen wurden. Es gab ein paar Ansprachen und ein Essen. Da das Fest so spät startete und der Kirchenleiter der Kwangokirche, wegen einer Autopanne, nicht kommen konnte wurde ein Teil des Protokolls ausgelassen. Ich musste keine Rede halten, worüber ich froh war. Vor 21 Uhr waren wir wieder in unserem Haus. Das Fest verlagerte sich nach dem offiziellen Ende auf unsere Veranda (Männer), ins Haus gegenüber (Frauen)  und in unsere Stube wo sie um 23:15 immer noch sind. Ich bin froh wenn ich ins Bett kann da morgen ein strenger Arbeitstag und Reisetag sein wird. Morgen wollen wir alle pumpen zum laufen bringen, kleinere Arbeiten an der Wasserentnahmestelle durchführen, den Verantwortlichen erklären was sie noch Alles erledigen müssen, Packen, Treffen mit den Witwen, Abschlussbesprechung mit dem Wasserkomitee etc. 

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Das Wasser kommt im Reservoir an

Erste Fusswaschung unter laufendem Wasser im Dorf
Erste Fusswaschung unter laufendem Wasser im Dorf

(bez) An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei All jenen Bedanken, welche mir und David ermöglicht haben dieses komplexe Projekt durchzuführen. Mir wurde so viel neues ermöglicht durch die vielen neuen Kontakte. Ich bin von allen Seiten immer sehr kompetent und herzlich beraten worden. Danke auch für die Kommentare und Mails, welche ich aus Zeitmangel selten bedanken konnte. Herzlichen Dank auch all jenen, welche still mit uns fieberten und nie aufgaben trotz der vielen Rückschläge.

Wir haben noch sehr viel Arbeit und wissen genau, dass wir nicht Alles erledigen können. Wir müssen laufend wieder neue Prioritäten setzen. Als wir am Morgen zur Wasserstelle kommen sind schon viele Frauen am Warten um ihren Bidon zu füllen. Der Schlauch liegt noch offen neben dem Reservoir. Als die Leute realisierten, dass der Schlauch bald mit dem Einlauf des Reservoirs gab es noch Streit um den letzten Wassertropfen. Eine einfache Niveauanzeige mit zwei PET-Flaschen wurde montiert und das Reservoir innen gereinigt. Das schwierigste war, die Leiter ins Reservoir zu bringen. Dabei hat sich David auf dem Reservoir einen Sonnenbrand zugezogen. Die Maurer verputzten noch die Mauer der Wasserentnahme und sehr viele Leute schauten nur zu und standen viel im Weg rum. Da es schon nach 12 Uhr war als wir unsere Arbeiten abschlossen genossen wir noch ein Süppli mit Landjägern. Wir erhielten noch eine offizielle Einladung von der Kirchenleitung für das offizielle Wasserfest vom Dienstag ab 14 Uhr. Für uns ist klar, dass wir viel später an das Fest gehen werden da wir noch zu viel zum Erledigen haben. Nach dem Essen begaben wir uns der Wasserleitung folgend Richtung Quelle und kontrollierten die Verbindungen auf Undichtigkeiten. Es gab einige Stellen wo ganz wenig Wasser raus kam. Bei der Felskannte mussten wir noch das Seil an der obersten Röhre lösen mit welchem die Röhre hochgezogen wurde. Wir sicherten David und er stieg von oben bis an die 9 Meter hohe Felskannte und konnte so das Seil lösen ohne, dass ich mit der ganzen Ausrüstung von unten nach oben klettern musste. Die Pumpe lief immer noch sehr gut. Ich optimierte noch den Widder, so dass er noch mehr als gestern hochpumpte. Nun wurden die Verantwortlichen für das Pumpensystem intensiv von David geschult. David hat gestern und heute zum ersten Mal einen laufenden Widder gesehen und ist nun schon der Spezialist. Da es sehr nass ist im Pumpenhaus unterrichtet er ohne Schuhe. Bei den zwei Treibbecken werden die Zuleitungen einbetoniert. Bei der alten Weinmannpumpe versuchen wir mit dem gefundenen Teil die Triebleitung mit der Pumpe zu verbinden müssen aber die Arbeit abbrechen da es schon fast Dunkel war. Um 18:50 waren wir wieder im Dorf. Wir schauten uns noch die Arbeiten an der Wasserentnahmestelle an. Dabei hörten wir gut wie das Wasser in das Reservoir floss. David konnte zum ersten Mal seine Füsse hier in Matamba-Solo unter laufendem Wasser waschen. Ab 19.45 besprachen wir uns wieder mit dem Komitee. Ab 20:45 koche ich den letzten Risotto und freute mich sehr darauf. David besuchte noch Hugo um einiges zu besprechen. Momentan ist es mühsam wegen den Passagieren, welche unser Flugzeug mitbenutzen möchten. Wir haben schon immer klar kommuniziert, das Leute die im Projekt mitarbeiten Vorrang haben und wir bestimmen wer den Flieger zu welchen Konditionen benutzen darf.

 

Ich kann gerade nicht mehr schreiben da ich zu müde bin. 

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L’eau, l’eau est là. L’eau, l’eau est là!!

Pumpenhaus von innen
Pumpenhaus von innen

(bez) So liefen wir singend nach oben als wir erfuhren, dass um 19 Uhr das erste Wasser im Dorf ankam. Aber Alles der Reihe nach. Am Morgen hatten wir neben unserem Haus im kleinen Gemeinschaftshaus einen speziellen Gottesdienst für die Arbeiter und für David und mich da wir nicht in den regulären gehen konnten weil wir unbedingt Arbeiten mussten um das Wasser noch vor unserer Abreise am Mittwoch ins Dorf zu bringen. Brunot hielt heute die Predigt im normalen Gottesdienst. David leidet seit gestern an Durchfall und nimmt seit heute ein Antibiotikum auch sein Knie schmerzt ihn seit gestern. Wir suchten noch zwei fehlende Teile im Depot, die wir aber nicht fanden. Wir hoffen, dass sie bei der Quelle im Depot sind. Wir gehen den direkten Weg der Wasserleitung entlang nach unten weil wir die Leitungen noch kontrollieren ob nichts verrutscht ist. Auch unten finden wir die zwei Teile nicht. David geht trotz den Schmerzen nochmals hoch um die Teile zu suchen und ich montiere die Verbindungsschläuche von der Pumpe zur Wasserleitung. Per Funk informiert mich David, dass er das T-Stück gefunden hat. Wir sind sehr erleichtert und nun zuversichtlich, dass wir es nun schaffen werden das Wasser vor unserer Abreise ins Dorf zu bringen. Nun können die Kunststoffarmaturen verschweisst und montiert werden. David beaufsichtigt noch was sonst noch Alles gemacht werden muss. Dazu gehört das Reinigen des oberen Beckens, Verkürzung der Wasserleitung, Erstellen eines Fundamentes unter einer bestehenden Säule, welche die Wasserleitung abstützt. Diese Säule wurde einfach auf den Sand gesetzt. Die Maurer erhielten von mehreren Seiten einen Rüffel. Er schaute auch zu den Arbeiten bei der unteren Quellfassung, welche mehr ein Kunst- als ein Bauwerk ist. Diese Quelle liefert so viel Wasser, dass zwei 110mm Röhren das Wasser nicht schlucken können. Brunot verbindet am Nachmittag noch das Ende des Stahlleitung mit dem Anfang des Kunststoffleitung, in welcher das Wasser die letzte 350 Meter ins Dorf geführt wird. Um 17:15 lassen wir zum ersten Mal Wasser durch die Pumpe. Es ist noch einiges undicht. Den Druck von 20 bar wird schnell erreicht. Die Pumpe läuft aber noch nicht richtig. Eine Dichtung drückt es raus weil sie zu wenig stark angezogen wurde. Dazu müssen wir zum ersten Mal die Pumpe unter erschwerten Bedingungen auseinander nehmen. Ab 17:50 läuft die Widderpumpe regelmässig. Als Wasser über der Felskante war, informierte ich Helmut Fässler mit dem Satellitentelefon direkt vom Pumpenhaus aus, dass das Wasser unterwegs ins Dorf ist. Er ist der Initiant dieses Projektes welches er vor 12 Jahren gestartet hatte. Nun verteilt David noch ein Kilo Baslerläckerli an die noch übriggebliebenen sieben Arbeiter. Diese sind innert Sekunden weg. David kann mir gerade noch zwei Sichern. Wir warten, bis der Druck auf 20 bar stieg, um bei Dunkelheit ins Dorf hochzulaufen. Unterwegs erfahren wir um 19 Uhr, dass das Wasser im Dorf ankommt. Ein Freudenschrei geht los auch oben im Dorf hören wir die Freudenschreie. Die Arbeiter sagten mir, dass ich Alles aus den Hosen nehmen soll und in den Rucksack tun. Auch den Rucksack musste ich abgeben. Sobald wir oben ankamen umringten uns die Arbeiter um uns durch die jubelnden, singenden, tanzenden und trommelnden Menschenmenge zum Reservoir zu führen. Dort konnten wir unsere Hände waschen und den ersten schluck nehmen bevor wir auf die Schultern gehoben wurden und uns im Menschenmeer baden konnten, obwohl wir kaum was sehen da es keine Strassenbeleuchtung gibt. 😊 Anschliessend liefen wir zurück zu unserem Haus wo wir von weiteren Personen empfangen wurden. Vor und hinter dem Haus blieben die Leute stehen und feierten weiter bis die letzten um 22:45 weiter gingen. Dazwischen gingen wir nochmals raus weil die Festgemeinde uns noch auf der Schulter im Dorf rumführen wollten. Wir kamen nochmals beim Reservoir vorbei wo immer noch viele Leute waren und jubelten und sich Wasser holten. Es ist einfach unbeschreiblich und rührend wie die Leute Freude haben endlich Wasser im Dorf zu haben und wie sie mit uns umgehen. Nach einer «Dusche» und einem kurzen Besuch bei Hugo dem Gesundheitsdirektor gehen wir zum Doktor und seiner Familie wo wir zum Nachtessen eingeladen sind. In dieser Zeit regnet es wieder einmal sehr stark. Wir dachten schon, dass durch diesen Regen die Leute nach Hause gehen und wir Ruhe haben. Dem war aber nicht so. Auf der Veranda sassen och einige und Sangen zu Trommelklängen. Um 23:15 begab ich mich nochmals zum Reservoir um zu schauen ob die Pumpe immer noch läuft. Das Wasser läuft noch nicht ins Reservoir da wir zuerst mal die Leitungen durchputzen lassen wollten. Um diese Kunststoffleitung sanden immer noch viele Leute rum und füllten ihre Gefässe mit Wasser von der Luembequelle. Es war ein kommen und gehen. Mit ein paar Leuten begab ich mich an den Rand des Dorfes um zu hören ob die Pumpengeräusche bis ins Dorf hallen, was nicht der Fall war. Anschliessend waren nur noch singende und tanzende Männer an der Wasserstelle welche sich wuschen. Jetzt ist 1 Uhr und ich höre immer noch singende Leute im Dorf.

Ich bin Gott so dankbar, dass es gelungen ist das Wasser ins Dorf zu bringen und ich dies erleben durfte mit welcher Freude das feiern. Es kann aber noch lange nicht Alles fertig gestellt werden bis zu unserer Abreise. Mal schauen wie weit wir diese Arbeiten in die Hand der verantwortlichen Personen geben können.

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erste Arbeiten im Pumpenhaus

Unser Team am Felsen
Unser Team am Felsen

(dw) Steuern oder nicht Steuern, das ist hier die Frage. Und nein, von einem Boot oder einem Auto ist nicht die Rede, sondern vom Steuerwesen.

Gestern Abend haben sich zwei Herren bei Hugo angemeldet, dass sie hier seien, um eine Steuer auf unsere Arbeiten und Lohnzahlungen zu erheben. Diese kamen, nachdem am selben Tag und am Tag zuvor schon Beamte des Umweltamtes und des Gesundheitsamtes hier waren um Steuern auf die Quellnutzung und die Wasserverteilung zu erheben. Diese waren schnell abgewiesen, jedoch das Steueramt war hartnäckig und ist in der Position, dem Gesundheitsdienst oder der CEK Probleme zu bereiten. Deshalb bat mich Hugo, mit den Herren zu sprechen.

Ich habe sie informieren lassen, dass ich sie heute morgen auf unserer Veranda empfangen werde und einer der beiden, offensichtlich der Chef, ist erschienen um mir seine Forderungen zu unterbreiten. Als er mich zuerst fragte was ich wünsche, war ich doch irritiert und stellte fragend fest, dass doch er gekommen sei um mit mir zu sprechen. Als Basis seiner Forderung diente ein vierseitiger Prospekt, wie von einem Hotel, der das kongolesische Steuerrecht zusammenfassen soll. Jedenfalls fasste es offensichtlich seine Kenntnisse desselben zusammen und wir stellten schnell fest, dass er davon profitieren wollte, dass ich mich noch weniger im Steuerrecht auskennen sollte und auch noch Ausländer sei und darum unter Druck geraten würde, als er mir mit Abbruch der Arbeiten und Gerichtsverhandlungen im Kongo drohte. Als er feststellte, dass letztere Option mir eher Vergnügen als Entsetzen bereitete und ich mich weit besser in juristischen Fragen auskenne, als er erwartet hatte, wurde er plötzlich viel ruhiger und bat mich nur über Steuerrecht zu sprechen und nicht über Recht im Allgemeinen.

Es ist klar, dass wir das hiesige Recht respektieren und achten wollen, aber die formellen Regeln dazu müssen beachtet werden – man fragt nicht den Bauarbeiter auf der Baustelle nach der Baubewilligung, sondern man wendet sich an die kompetenten Stellen, die darüber Auskunft geben können und sollen. Und mit Druck an eine kleine „Ruhigstellungszahlung“ zu kommen, hat bei mir, zu seinem offensichtlichen Leidwesen, nicht geklappt. Ich bin gespannt zu sehen, wie diese Geschichte noch weitergeht.

Danach durfte ich mich um die Verhandlungen bezüglich des Fests zum Ende unseres Aufenthaltes und zum Feiern der Wasseranlage widmen. Auch hier stecken viele finanzielle Verhandlungen dahinter, und heute durfte ich mich damit auseinandersetzen wie zwingend eine Kuh zu diesem Anlass getötet werden muss und zu welchen Konditionen diese angeschafft werden kann. Die Verhandlungen sind noch nicht vollständig beendet, aber wir werden – wie immer – einen zufriedenstellenden Kompromiss finden.

Ansonsten kann ich berichten, dass ich gestern und heute wieder bei der Arbeit dabei war und ich mich wieder gut und einsatzbereit fühle. Nach guter Behandlung und Genesung ist das natürlich trotzdem eine gute Nachricht.

 

(bez) Heute essen wir wieder mal früher da einiges an Arbeit auf uns wartet. Währen David mit der Steuerbehörde verhandelte, bereiteten Brunot und ich das Material für den heutigen Tag vor. Brunot betonierte die Wasserentnahmestelle fertig und montierte die Wasseruhr. Die Wasserhähnen werden morgen montiert. Nachdem David mit der Steuerbehörde wegen der Steuer und mit Hugo wegen dem Fest fertig verhandelt hatte, marschierten wir mit unserer Equipe zur Felskante. Beim runterklettern gab es eine grössere Hektik. Oben schrie jemand Achtung eine Schlange. Diese schlug er vom Baum über die Felskante. Unten wurde sie von Arbeitern erledigt. Sie war ca. 1.8 Meter lang. In der Mitte war sie verdickt. Ich sagte, da ist sicher eine Maus drinnen. Sie verlangten mein Messer um sie aufzuschneiden. Zum Vorschein kam ein Vogel. Die Schlange wurde eingepackt und am Abend ins Dorf gebracht um sie zu verspeisen. Am Felsen konnten wir noch alle geplanten Arbeiten abschliessen und begaben uns anschliessend zum Pumpenhaus runter um mit der Installation der Pumpen zu beginnen. Es konnte schon alle metallenen Verbindungen montiert werden. Nun müssen noch die Kunststoffrohre und -Verbindungen verschweisst werden.  Bei der unteren Quellfassung wurde weiter gearbeitet. Ab morgen sollte das Wasser auch in das untere Triebbecken fliessen. Bei der oberen Quelle messen wir nun eine Quelllschüttung von 170 l/min.
Für heute haben wir, zur Feier des Tages, Penne mit einer Tomatensauce und einem Gläschen Wein zum Nachtessen geplant. Da David wegen den Malariamitteln keinen Wein trinken kann, entschliessen wir uns das Geburtstagsessen auf den Montag zu verschieben. Am Sonntag sind wir beim Doktor und seiner Familie eingeladen und am Dienstag soll es ein grösseres Einweihungsfest geben. Hier ist der Geburtstag nichts spezielles, da kaum jemand sein eigenes Geburtstagsdatum genau kennt.

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Die Felsarbeiten gehen weiter

Die Röhren werden befestigt
Die Röhren werden befestigt

(bez) David geht es schon wieder viel besser. Heute wird das technische Material welches ich für die Installation im Pumpenhaus benötige ins Pumpenhaus getragen. Parallel wird alles Material für die Felsarbeiten zum Felsen gebracht. David kann sich am Morgen noch ausruhen da am Morgen keine komplizierten Arbeiten geplant waren. Mit Brunot und einer Equipe bin ich unterwegs um die obere Quelle so herzurichten, dass das Wasser wieder zum Triebbecken fliessen konnte. Anschliessend schaute ich noch ob das Material ans richtige Ort gebracht wurde bevor wir die Stahlleitungen Richtung Felskannte ausrichteten. Es gab einige Leitungen welche anders verlegt werden mussten, so dass es keinen Knick geben kann. Als wir schon fast oben waren fing es an zu regnen. Wir warteten unten am Felsen auf das Ende. Nach ca. 30 Minuten konnten wir weiter arbeiten. Als David zu uns stiess, Arbeiteten wir am Felsen weiter. Wir konnten schlussendlich die Rohre im Felsen verankern. Ich war dabei ca. 2.5 Stunden nonstop an der Felswand wovon ich die meiste Zeit warten musste bis die Fehlenden Röhren eingepasst waren. Nun sin alle Röhren bis über die Felskannte verlegt und miteinander verbunden. Zugedeckt werden sie erst nachdem sichergestellt ist, dass sie dicht sind. Morgen muss ich noch einmal hochklettern um die letzten Arbeiten vorzunehmen. Es war schon dunkel als wir uns auf den Weg ins Dorf hochkämpften. Der Mond schien schon recht stark, so dass wir unseren Schatten sahen. Um 18:40 waren wir wieder zurück. Es reichte nicht vor dem Treffen mit  dem Kernteam um 19:45, neben dem Baslerläckerli mit Ameisen  essen, einem Süssgetränk trinken  und einer warmen «Dusche» geniessen, das Nachtessen vorzubereiten. So assen wir eben wieder mal erst um 20:45. Dafür konnten wir den Risotto geniessen ohne gestört zu werden. Nach dem Essen musste David noch zu Hugo. Morgen kommen noch zwei Beamte von der Steuerbehörde welche 25% von den Projektkosten von uns verlangen werden. David freut sich schon mit ihnen zu diskutieren obwohl wir keine Zeit für solche Schikanen haben. Wenn es kurz geht sind sie sich in einer Stunde einig über einen vernünftigen Preis von 0 bis 200$ oder es gibt lange Diskussionen wo nichts gescheites raus kommt. Leute vom Umwelt und auch vom Gesundheitswesen waren schon da, welche aber ohne ein Doller wieder gegangen sind. Es wird überall versucht was zu profitieren.

Übrigens, seit wir die Katze im Haus haben, hören und sehen wir keine Ratten mehr.

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David ist krank

Untere Quellfassung
Untere Quellfassung

(dw) Nachdem ich nicht allzu gut geschlafen hatte und mich auch schon seit ein paar Tagen nicht allzu gut fühlte, dachte ich heute morgen, dass es am besten wäre, mich, nachdem ich allen Beteiligten das Tagesprogramm erklärt hatte, noch eine Stunde hinzulegen um in Form zu kommen und bei den Arbeiten dabei sein zu können. Leider ging es mir nach dieser Stunde aber schlechter als zuvor und ich sah mich bestätigt, dass ich fast sämtliche Malariasymptome an den Tag legte. Deshalb dachte ich, dass es am einfachsten wäre eine Malariakur zu starten um dann hoffentlich ab morgen wieder einsatzfähig zu sein.
Nach der Einnahme der ersten Tabletten musste ich mich übergeben und legte mich hin um mich trotzdem auszuruhen und bis am Abend abzuwarten. Als das Fieber immer höher wurde und Hugo mir unbedingt eine fiebersenkende Spritze setzen wollte, habe ich eingewilligt. Die Ankündigung, dass diese Spritze mit Schmerzen verbunden sein werde habe ich nicht so wörtlich genommen, als jedoch mein ganzer Körper ganz heiss wurde und meine Beine plötzlich gelähmt waren, habe ich meine Lebensentscheidungen überdacht und gehofft, ich würde nicht in Matamba-Solo das Zeitliche segnen
J Nichtsdestotrotz hat diese Spritze erstaunlich gut funktioniert und nach 10 Minuten sank mein Fieber von 39°C auf 36.5°C und meine Beine waren wieder voll einsatzfähig. Ich machte von ihnen Gebrauch und verschwand aus der Reichweite der „behandlungswütigen“ Gesundheitszentrumsmitarbeitern.
Dieser Nachmittag hat es mir trotzdem erlaubt, bei wunderschönem Wetter gute Gespräche mit den Leuten hier zu führen, die alle ungeduldig auf Wasser warten und es kaum erwarten können einen genauen Zeitplan vorliegen zu haben. Jetzt geht es mir Gottseidank besser und ich hoffe, morgen wieder auf den Beinen zu sein und wieder bei der Arbeit dabei sein zu können.

  

(bez) Die Nachricht, dass David krank ist, forderte mich auch heraus. Zuerst sah es relativ harmlos aus und wir entschieden uns, dass ich trotzdem bei der Quelle arbeiten werde. Bei der unteren Quelle arbeitet das einheimische Team selbständig an der Erweiterung der Verschalung und dem einbringen von Beton. Ich schweisse die Kunststoffröhren so zusammen, dass sie die Quellfassung mit dem Triebbecken verbindet. Hier war die grösste Herausforderung das Schweissen eines Winkels. Zwischendurch musste der Generator immer wieder mal betreut werden da er regelmässig abstellt ohne dass wir dies wollen. Anschliessend stieg ich mit meiner Equipe zur oberen Quelle und schalten die Mauer aus. Anschliessend bereiteten wir Alles vor um den Untergrund der Quelle mit Beton abzudichten. Dazu schlossen wir den Auslauf und füllten den Quellraum bis zur oberkannte der neuen Mauer. Dadurch gibt es im Untergrund weniger Strömung welche uns den frischen Beton ausgewaschen hätte. Wir füllen den Quellgrund mit relativ viel Beton auf in der Hoffnung dass was zurück bleibt und aushärtet. Dann sind wir gespannt ob wir noch mehr Wasser haben als die 185 l/min. Bei der unteren Quelle schaute ich nochmals vorbei und war ein wenig erschrocken als ich die gebastelte Verschalung sah die durch den Druck vom Beton fast auseinander brach. Anthroposophen hätten sicher Freude daran weil es keinen rechten Winkel gibt. 😉 Um 18:20 bin ich auch wieder im Dorf und sehe, dass David einen relativ fitten Eindruck macht. Ich war sehr erleichtert, da ich mir schon mehrere Szenarien vorstellte. Wir hatten zweimal kurz per Funk Kontakt miteinander und so wusste ich, dass es ihm nicht so gut ging. Da die Funkverbindung sehr schlecht war mussten wir uns auf das Wesentliche beschränken. Die Detail, wie er leiden musste, habe ich erst am Abend erfahren.
Die Presse wurde uns heute Nachmittag überbracht. Mit dieser Presse können wir hoffentlich morgen die Leitungen im Fels fertig verankern. Um 19:45 treffen wir uns wieder mit dem Kernteam und essen anschliessend das Nachtessen. Seit 18:30 regnet es immer wieder ein wenig.

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Regentag und Erfolg an der Quelle

Fast volles Becken mit Quellwassereinlauf
Fast volles Becken mit Quellwassereinlauf

(bez) Ich möchte an dieser Stelle Allen danken die In Gedanken, Gebet und auch mit Kommentaren im Blog hinter uns stehen. Ich habe das Gefühl, dass bei mir hier im Kongo die private Mailadresse (bluewin) nicht funktioniert. Ich bin am besten über meine Geschäftsadresse oder WhatsApp erreichbar. Elisabeth kann die Kontaktdaten gerne weitergeben.

Ich stehe erst nach 7 Uhr auf. Ich hörte nicht mal die Chöre die am Morgen schon vor 6 Uhr üben. Ist auch nicht verwunderlich, da ich gestern kurz vor 24 Uhr mit David einen Tee und Kägi fret. Kurz nach 8 Uhr fing ein starker Regen an welcher das Arbeiten verunmöglichte. Um die Zeit zu verkürzen spielen wir Carccasonne. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, schickten wir jemanden los um die auserwählten Leute zu einer Schulung einzuladen. Bis dies klappte war 12 Uhr und der Regen hatte auch aufgehört. Die Schulung war wieder zum Thema «Funktion und Unterhalt der Pumpe» und dauerte eine gute Stunde. Anschliessend besprachen wir mit den drei Verantwortlichen für die Fassung der unteren Quelle das weitere Vorgehen und was besser gemacht werden muss. Die Suppe und ein Landjäger stärkten uns für die Arbeiten am Nachmittag. Um 14:30 begaben wir uns mit einer kleinen Equipe zur Quelle. Kurze Arbeitsbesprechung bei der unteren Quelle und anschliessend gings bei der oberen Quelle weiter. Zuerst entfernte ich alles womit ich gestern den Beton im Wasser abgedeckt hatte. Der Beton war fest und es floss viel mehr Wasser zum Triebbecken. Anschliessend verschalten wir noch die Mauer fertig und warteten auf den Beton. Während dem Warten messen wir nochmals die Ergiebigkeit der Quelle. Wir sind erstaunt und sehr glücklich dass die Quelle nun 185 l/min liefert. Ich habe immer noch das Gefühl, dass noch mehr aus der Quelle zu holen ist. Dies werden wir sehen wenn ich auch noch den hinteren Teil abdichten kann. Der Beton ist schnell eingebracht und unser geplantes Tagewerk ist erfüllt. Als Abschluss wollte ich zum ersten Mal das Triebbecken mit Wasser füllen. Ich machte daraus einen Wettbewerb. Jeder musste schätzen wie lange es dauert bis das Becken voll ist. Die Schätzungen reichten von 17 bis 60 Minuten. Nach 15:30 Minuten war das Becken voll. Der Sieger erhielt von uns eine Flasche Bier. Zum Glück war ich nicht der Sieger. 😊 Hier noch eine kleine Berechnung für euch. Wie viel Wasser kann das Wasserbecken fassen? Der ersten Person, welche das richtige Resultat liefert bringe ich eine Flaschen Quellwasser mit. Beim Füllen des Beckens stellten wir fest, dass das Becken an zwei Stellen undicht ist. Ein paar dünne Wasserstrahlen spritzen raus. Beim entleeren des Beckens kam nach ein paar Minuten bei der unteren Quelle braunes Wasser. Dies zeigt uns, dass die untere Quelle mit Oberflächenwasser verunreinigt wird. Dies werden wir wenn die Zeit reicht auch noch anschauen müssen um eine bessere Lösung zu finden. Beim «Duschen» realisierte David, dass das Wasser im Kübel nach Benzin roch. Zuerst wurde ihm gesagt das könne nicht sein, bis auskram, dass in dem Bidon, mit dem das Wasser transportiert wurde, vorgängig Benzin war. Zum Glück ist David nicht explodiert und hat keinen Hautausschlag erhalten. Das Nachtessen kochen wir uns heute wieder einmal selber. Um 19:45 besprechen wir mit dem Kernteam den heutigen und morgigen Tag. Als sie hören, dass die Quelle 185 l/min Wasser bringt applaudieren sie und sind sehr glücklich. Sie wollen schon wissen wann sie das Fest organisieren können. Ich bin da schon ein wenig zurückhaltender und sage am liebsten an unserem letzten Tag vor der Abreise. Es gibt noch viel Arbeit und wenn nur etwas nicht geht oder ein Teil fehlt haben wir keine Chance dies so kurzfristig zu organisieren. David und ich sind aber zuversichtlich, dass Wasser vor unserer Abreise im Dorf ankommt.

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Erste erfreuliche Messung an der Quelle

Arbeiter beim Fassen der unteren Quelle
Arbeiter beim Fassen der unteren Quelle

(bez) Heute um 5 Uhr regnete es zum ersten Mal sehr stark und regnete gemütlich weiter bis 9:30. Ich blieb auch länger im Bett da die Arbeiter bei Regen nicht kommen und wir auch nicht im Regen arbeiten wollen. Nach 10 Uhr treffen wir uns mit dem Ausgeschlossenen Arbeiter uns deinem Vater um auch seine Sicht zu hören. Der Pfarrer und Hugo sprachen offen über die Vorkommnisse. Wir durften bei dieser Besprechung dabei sein da wir auch zur Dorfgemeinschaft gehören. Wir haben uns zurück gehalten. David hat am Schluss erklärt was für das Projekt wichtig ist und dass wir gerne vergeben und er eine neue Chance habe mitzuarbeiten. Er darf heute der Chef sein einer Gruppe, welche die Kunststoffleitung über der Felskante ausgräbt und in die Richtung  der Stahlleitung verlegt. Um 11 Uhr bewegten auch wir uns zur Quelle. Zuerst schalten wir die Decke des Triebbeckens aus welche letzten Donnerstag betoniert wurde. Zum Vorschein kamen viele grössere Betonnester welche auf eine schlechte Einbringung des Beton hindeuteten. Da David und ich nicht gleichzeitig an mehreren Baustellen sein können kommen solche Probleme immer wieder vor.
Mit der Teamleitung, welche den Auftrag hat die untere Quelle zu fassen, besprechen wir die Arbeiten vor Ort. Anschliessend arbeiten wir an der Fassung der oberen Quelle. Die Mauer schale ich aus und lasse das Wasser, welches wir umgeleitet haben, auch zum Triebbecken laufen. Die Messung ergibt, dass 140 l/min fliessen. Es sollten noch mehr werden wenn wir die Quelle noch nach unten abdichten können. Wir sind sehr glücklich über diese  Ergiebigkeit und zuversichtlich, dass wir noch über die geplanten 150 l/min kommen werden. Nun wird die neue Mauer noch so vorbereitet (Schalung und Armierung), dass sie noch 50 cm höher sein wird. Hinter der Mauer im Quellenraum versuche ich noch mit Folie und Beton den Boden nach unten abzudichten. Mal schauen ob dies geklappt hat wenn wir morgen weiter arbeiten. Bei der oberen Quelle sind die Platzverhältnisse sehr eng und ich muss alleine in diesem Loch arbeiten. Die Arbeiter reichen mir von oben her die geforderten Werkzeuge und Materialien. Zwischendurch schauen wir auch bei der unteren Equipe vorbei und bemerken, dass sie niemanden haben der das Zepter übernimmt und die Sache so koordiniert, dass die Arbeiter auch das Machen was man ihnen sagt. Ein kleines Beispiel: Der Beton wurde schon fixfertig zubereitet obwohl die Verschalung noch nicht mal angebracht war. Die Verschalung wurde nur dahingestellt ohne sie richtig abzustützen. Viele Facharbeiter waren überfordert und David und ich waren wegen den Arbeitern und deren Arbeitsqualität sehr enttäuscht. Wir werden morgen mit den drei Verantwortlichen für die untere Quellfassung uns noch aussprechen. Um 18 Uhr haben wir genug und marschierten ins Dorf hoch. Die geplante Schulung liessen wir ausfallen da es zu spät war und wir zu Müde. Um 19:45 treffen wir uns wieder mit dem Kernteam um den neuen Tag zu besprechen. Morgen geht jemand zu Fuss nach  Kasongo-Lunda um eine Presse zu holen die wir organisiert haben. So können wir am Donnerstag weiter die Leitungen im Fels verankern. Anschliessend essen wir was uns die Küchenmannschaft gekocht hat.

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Felsarbeiten

Arbeiten an der Felswand
Arbeiten an der Felswand

(bez) Um 7:30 kommt der Toyota mit unserem Material und zwei Ingenieuren an. Wir sind sehr froh, denn genau heute benötigen wir die Röhren um sie am Felsen zu verlegen. Wir bereiten Alles vor um am Felsen zu arbeiten. Gestern haben wir entschieden, das Papa Zed die untere Quelle fassen soll. Er hat Erfahrung mit dem fassen von Quellen. Zuerst gehen wir mit Papa Zed zur oberen Quelle und zeigen ihm unser Werk. Anschliesend schauen wir uns die untere Quelle an und erklären ihm was wir gerne hätten. Einige Lösungsansätze konnten wir schon diskutieren. Er wird bis am Abend ein Konzept erarbeiten. Anschliessend laufen wir der Stahlleitung bis zur Felskante entlang. Die Vorbereitungen für die Felsarbeiten dauern länger als gedacht. Zuerst muss oben ein Platz gefunden werden wo wir das Steig- und Sicherungsseil befestigen konnten. Zwei Seile für den Materialtransport wurden auch noch fixiert. Anschliessend begaben wir uns wieder nach unten über den Felsenweg, welchen sie ein wenig gesichert hatten mit einer Bambusleiter wo die Sprossen mit Eisendraht befestigt waren. Zuerst werden zwei Leitungen mit einem 45° Winkel verbunden und mit Seilen die Wand hochgezogen und gesichert. Mit einer guten Kletterausrüstung und doppelter Sicherung steige ich mit viel Material die Wand hoch während David mich sichert. Obwohl ich normalerweise Höhenangst habe fühle ich mich mit dieser Ausrüstung und Davit als Sicherer sehr wohl. Die Höhe des Felsens ist an dieser Stelle knapp 10 Meter. Der Fels ist ein weicher Sandstein und das bohren geht einfach. Das Problem ist die Presse mit welcher ich den Leim in die Löcher pressen muss um die Gewindestange mit der Bride zu verankern. Diese versagt nach dem zweiten Loch füllen. Ich kann nur noch die Löcher vorbohren und anschliessend die Übung abbrechen. Es war für Alle ein Spektakel und für mich das erste Mal, dass ich eine Felswand hochkletterte. Über dem Fels schauen wir uns noch die neue Leitungsführung an, welche nötig wird um die  Kunststoffleitung an den neuen Endpunkt der Stahlleitung zu bringen. Wir sind schon um 16:15 zurück im Dorf und entscheiden uns nach 18 Uhr eine erste Schulung durchzuführen. Um 18:15 sind zehn Personen da. Bei der ersten Schulungsstunde ging es um die Funktion und den Unterhalt der Pumpe. Anschliessend besprechen wir wieder die Arbeiten mit dem Kernteam und nochmals anschliessend gibts mit Hugo, Pfarrer Moyo, und dem Chef der Jungen eine Krisensitzung wegen einem Arbeiter welcher vor zwei Tagen ausgeschlossen wurde mit uns zu arbeiten weil er sich gegenüber den anderen Arbeitern daneben benahm. Wir haben die Befürchtung, dass sein Klan wieder was anstellen könnte um dem Projekt zu schaden. Wir werden morgen zusammen mit ihm und seinem Vater und mit dem Kernteam eine Lösung suchen. Um 20:15 kochen wir uns einen Risotto welchen wir um 20:45 geniessen können. Um 21.50 müssen wir den Generator reparieren und das Öl wechseln, damit wir Zugang zur weiten Welt haben. Der Heutige Tag war wieder sehr intensiv. David hatte am Abend Kopfweh vom vielen Reden und Entscheiden. Nach einer Tablette geht es ihm aber schon wieder gut.

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Erstes Quellwasser im Triebbecken

Blick in die Quelle von oben
Blick in die Quelle von oben

(bez) Am morgen ist es nur 21°C warm und es ziehen Nebelschwaden auf. Es ist ein komisches Gefühl bei diesen Temperaturen Nebel zu haben. Um 9:15 sind wir in der Kirche und werden von sieben Personen mit Trommelklängen und Gesang begrüsst. Nach einer Stunde wird die Kirche fast voll. Heute kann nur ein Chor seinen Gesang vortragen da sie den Gottesdienst kurzhalten wollen, damit wir am Nachmittag weiterarbeiten können. In diesem Chor sind fast alles Männer die mit uns zusammenarbeiten. Um 11 Uhr verabschieden wir fast Alle Besucher per Handschlag. Dies ist hier so üblich, dass der Pfarrer und die Gäste am Ausgang stehen und die Leute verabschieden. Es ist interessant wie sich die einzelnen Personen dabei verhalten. Gewisse schauen einem mit freudigen Augen an und andere schauen weg. Wir nehmen noch eine Suppe mit Erdnüssen und Bananen bevor wir an die Arbeit gehen. Zuerst müssen wir die drei Rohr, welche wir am Donnerstag zusammenschweissten noch um ein weiteres verlängern, da wir die Quelle viel weiter hinten als geplant fassen werden. Die 10 Meter werden nun wieder nach unten getragen. Wir schauen noch wie Brunot mit dem Verlegen der Wasserleitungen vorwärts kommt bevor wir bei der Quelle weiterarbeiten. Die Quelle sieht immer noch gleich aus wie gestern. Jetzt kommt die heikle Aufgabe, das Wasser zu bändigen, dass eine Mauer betoniert werden kann ohne, dass der Beton weggeschwemmt wird. Mit Folie, Lehm und Sandsäcken baue ich ein kleines Becken und von dort wird das Wasser durch eine Röhre weggeleitet. Es kommt aber immer noch einiges Wasser unten durch. Mit zwei Brettern, welche ich aus der Transportkiste der Pumpen, so anpasse dass sie zwischen die Felsen passen entsteht eine Verschalung. Durch die zwei Löcher führen wir die Zuleitung zum Triebbecken. Es dauerte lange bis Alles angepasst war und die Armierungseisen verlegt waren. Diese Arbeit konnte nur ich ausführen, da in dem schmalen Loch nicht mehr Leute platz hatten. Viele schauten von oben her zu und brachten mir das gewünschte Material. Eine Person leuchtete mit der Taschenlampe so dass ich auch was sehen konnte. Der Beton konnte gerade noch rechtzeitig eingebracht werden. Diese Mauer können wir frühestens am Dienstag ausschalen und sie erweitern. Das erste Quellwasser fliest nun zum ersten mal in das Triebbecken. Die erste Messung ergab schon mal 22 l/min. Der grösste Teil haben wir noch umgeleitet oder versickert noch. Wir können es kaum erwarten, bis alles Wasser gefasst ist und wir die Menge messen können. Die Arbeiter welche mit uns zusammen arbeiten sin sehr angenehm und vertrauenswürdig. Wir können Alles rumliegen lassen (Maschinen, Werkzeug, Fotoapparat etc.) ohne dass wir Angst haben müssen es kommt was weg. Da wir erst um 19:45 essen wird unsere Besprechung mit dem Kernteam auf 20:30 verschoben. Morgen planen wir die Leitungen im Felsen zu verlegen. Dies wird auch wieder eine grössere Herausforderung werden. Seit 22 Uhr sind David und ich wieder alleine im Haus.

 

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Überraschung an der Quelle

Schweissversuch am Wasserauslauf
Schweissversuch am Wasserauslauf

(bez) Nach Mitternacht wurde David von Hugo geweckt um das Haus aufzuschliessen. (Wir schliessen das Haus in der Nacht immer so ab, dass niemand ins Haus kommen kann) Jemand wurde in der Nacht von einer Schlange gebissen und der Gesundheitsdirektor benötigte aus der Apotheke die in unserem Haus ist ein Gegengift. Heute ist es kühler und regnet ein wenig bis zum Morgenessen. Die Arbeitskleider und Schuhe sind immer noch sehr nass. Die Kleider konnte ich wechseln die Schuhe leider nicht. Zuerst wurde versucht an den Wasserauslauf eine Muffe anzuschweissen. Der grosse Stromgenerator wurde mit dem Auto zum Reservoir gebracht, weil unser kleiner Generator zu schwach war. Die Schweissversuche verliefen erfolglos. Mit dem Gewindeschneider kann ein sehr kurzes Gewinde geschnitten so dass es gerade reicht die Muffe zu befestigen. Wären diesen Arbeiten hörten wir ein Geräusch wie eine Sirene. Als ich mich umschaute waren es die vielen Kinder die gerade eine Pause hatten und schauen wollten was hier gearbeitet wurde. Kurz vor 12 Uhr assen wir die erste Flädlisuppe bevor wir uns nach unten zur Quelle begaben. Brunot war schon dabei die Wasserleitungen miteinander zu verbinden. Im Pumpenhaus montierten wir die erste Wasserleitung welche Wasser ins Dorf pumpen wird. Die neuen Röhren haben eine viel bessere Qualität und können ohne Probleme bearbeitet werden. Bis die Leitungen über den Bach verlegt waren halfen wir mit. Oben an der offenen Quelle versuchte ich noch ein wenig zu optimieren. Auf einmal kam deutlich mehr Wasser zum Boden raus. Wir waren sehr erfreut und hoffen, dass wir das viele Wasser auch sauber fassen können. Wenn wir Glück haben, kommen mehr als die 150 l/min die wir geplant haben. Mal schauen wie es morgen aussieht. Bei einer Quellfassung muss man immer auf Überraschungen gefasst sein. Wir haben in den letzten zwei Tagen beides erlebt negatives und positives. Wenn wir sogar mehr als 220 l/min hätten, könnte ich auf die dritte ältere Pumpe verzichten. Dies wäre für mich ein kleines Wunder. Zum Nachtessen wird für uns Reis, Tomatensauce und Rindsspiesli vorbereitet. Die Spiesli werden bei uns in der Küche auf dem Holzkohlegrill vorbereitet. Um 20 Uhr besprechen wir wieder mit dem Kernteam die Arbeiten vom heutigen und morgigen Tag.
Der Toyota mit dem restlichen Material, sollte nun nach mehreren Verschiebungen heute Abend abgefahren sein. Bestätigt wurde uns die Abfahrt aber noch nicht.
Uns geht es immer noch Allen gut.

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Das Wasser lässt uns kämpfen

Unsere Arbeitshosen
Unsere Arbeitshosen

(bez) Heute stehen wir erst nach 6:30 auf. Ich sehe vor dem Küchenfenster schon wieder wie die Trägerinnen und Träger Sand und Steine hochtragen und zum Reservoir bringen wo heute die Seitenwände der Wasserverteilung betoniert wird. Das Morgenessen wird heute von Papa Pain 

(unser Ersatz für Elisabeth in der Küche) vorbereitet. Wir erfahren auch, dass der Toyota bis gestern wegen einer Panne in der Garage war. Er wird heute gepackt und fährt morgen mit dem Material und den Ingenieuren zu uns. Bis wir an die Arbeit ausserhalb des Hauses gehen sind wir im Pyjama. Unsere Arbeitskleider ziehen wir so spät wie möglich an da sie sehr schmutzig und heute noch nass waren. Es macht keinen Sinn diese oft zu wechseln, da sie sowieso weder sehr schmutzig werden. Als erstes versuchen wir beim Ausgangsrohr des Reservoirs  ein Gewinde zu schneiden um die Wasseruhr zu montieren. Es war nicht möglich da das einbetonierte Rohr eine zu schlechte Qualität hat. Wir werden bei Gelegenheit versuchen eine Muffe anzuschweissen. Brunot und seine Equipe verschalten und betonierten die Seitenwände der Wasserverteilung.
Wir waren sehr gespannt ob wir heute eine Lösung für die Quellfassung finden werden, welche mehr Wasser bringt als die 50 l/min. Ca. 2.5 Meter im Boden sehen wir viel Wasser welches aber zu einem grossen Teil versickert. Wir müssen unbedingt Lehm finden um die Quelle abzudichten. Gestern sagte man uns, dass es in der Gegend keinen Lehm gibt. Jemand wusste, dass im Dorf weiser Lehm verkauft wird. Per Funkgerät orderten wir fünf trockene Fladen an. Diese waren ca. 500g schwer und mussten zuerst verkleinert und mit Wasser geschmeidig gemacht werden. Damit dichtete ich die die Quelle nach unten und auf die Seite ab. Sofort erhielten wir mehr Wasser, konnten es aber nicht messen. Wir entscheiden uns die Quelle nach oben zu öffnen indem die Erde abgetragen wird. Damit verhindern wir, dass der Regen den Humus nicht in die Quelle spülen kann. Wir graben bis zum hinteren Teil der Quelle und kommen so auch noch besser zu den Wassereinbrüchen um sie abzudichten. Wir sind heute sehr erleichtert nachdem wir gestern doch Angst hatten genügend Wasser fassen zu können. Danke für euer Mittragen. Beim Hochlaufen informierte David den Küchenchef, dass er Wasser kochen soll für das Nachtessen. Leider waren die Rindsspiesli, welche wir am Morgen bestellt hatten, nicht bereit zum grillieren. So entschieden wir uns wieder für Penne mit Tomatensauche etc… Um 18:15 waren wir wieder im Dorf um uns zu erholen. Das Nachtessen bereiteten Papa Pain und Mama Adele in unserer Küche auf dem Campingkocher welcher mit Diesel betrieben wird das Essen vor. Da der Kocher schon über zwei Tagen nicht mehr gereinigt wurde funktionierte er nicht mehr richtig und produzierte ein grössere Flammen Da der Kocher noch zu heiss war und ich keine Zeit hatte wegen der «Dusche) holten sie ihren Holzkohlegrill und kochten so in unserer Küche weiter. Um 20:10 ist wieder eine Lagebesprechung mit dem Kernteam. Anschliessend assen wir noch das Nachtessen.
Noch ein paar kleinere Erlebnisse, Infos:
- David lief gestern eine Raupe über den Oberarm und hat nun einen Ausschlag den wir Mit Fenistin behandeln.
- Ein Arbeiter bringt zwei kleine Vögelchen, welche er aus einem alten Baumstamm auspudelt. Er wird sie heimnehmen und essen.
- Heute ist der Schwiegervater des alten Dorfpfarres gestorben. Dies bedeutet hier im Kongo, dass die ganze Nacht durch viel Gesungen, musiziert und geheult wird. Die Trauerfeier findet gerade im Nachbarhaus statt. Sie haben entschieden, dass sie heute spätestens um 23 Uhr aufhören werden damit wir gut schlafen können.
- Bei der Koordinationssitzung am Abend fragte David den Dorfpfarrer ob wir am Sonntag nach dem Gottesdienst an der Quelle arbeiten können. Der Gottesdienst fängt nun früher an und wird nicht so lange dauern, so dass wir um die Mittagszeit zur Quelle gehen können.

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Die Quelle will nicht so wie wir wollen

(bez) Um 6 Uhr und schaue ich mir die Aussicht über das Tal an. Die Sonne ist schon seit 10 Minuten aufgegangen. Auch David kommt dazu und geniesst diesen Blick. Es ist deutlich klarer als in der Trockenzeit. In der Ferne sehe ich wie die Arbeiter und Arbeiterinnen von Hugo (Direktor des Gesundheitsdienstes und Verantwortlich für unseren Einsatz) über die Arbeiten von heute Informiert werden. Die meisten von ihnen müssen heute Steine und Sand von der Quelle hochtragen da wir unten nicht mehr so viele benötigen und dies billiger ist als neue zukaufen. Brunot betoniert mit einer Equipe am Morgen das Fundament für die Wasserentnahme. Am Nachmittag kommen sie nach unten um die Decke des unteren Triebbecken zu betonieren. Nachdem David und ich noch drei Kunststoffleitungen zusammengeschweisst hatten begaben wir uns auch auf den Weg nach unten. Es wurde schon fleissig gearbeitet als wir ankamen. Die Eisenleger benötigten ca. 4.5 Stunden um die Decke mit Armierungseisen zu versehen. Die Montage der Aussenverschalung war eine kurze Sache da wir die Alte vom oberen Becken benutzen OVO-Schöggeli und einer Banane, versuchten wir die Quelle zu fassen. Von dieser Arbeit hatte ich immer den grössten Respekt da dies ein schwieriges Unterfangen sein kann. Zuerst entfernten wir Humus und Steine welche dem Wasserlauf im Wege standen. Es hat immer wieder ganze Nester von kleinen Steinen, welche das Wasser versickern liessen. Da es hier scheinbar kein Lehm gibt womit wir abdichten könnten, füllten wir in Plastiksäcke Send und versuchten das Wasser zu kanalisieren mit mehr oder weniger Erfolg. Zwischendurch versuchten wir die Wassermeng zu messen mit dem frustrierenden Resultat von nur 50 L/min, wobei relativ viel Wasser neben der Quelle vorbei ging. Aus diesem Grund suchten wir weitere Lösungen und so gruben wir immer weiter in den Felsigen Hang hinein. Nach 17 Uhr entschieden wir uns am nächsten Tag weiter daran zu arbeiten. Nachdem die ca. vier Liter mit dem Wasserfilter in den PET-Flaschen waren begaben wir uns nach oben in Begleitung von Arbeitern. Ich schaute mir zusammen mit Brunot die Arbeiten bei der Wasserentnahme an bevor wir uns das obligate Süssgetränk und die Baslerläckerli genehmigen wollten. Leider waren keine Süssgetränke kaltgestellt worden. Da ja David gestern einen Bissaptee aus Senegal angemacht hatte, tranken wir diesen mit Genuss. Um das feine Bissappulver rauszufiltern opferten wir eine Gaze, da wir dachten das Sieb lässt zu viel Pulver durch. Das Sieb hätte aber gereicht. Heute Kochte David Penne mit einer guten Tomaten, Auberginen und Landjägersauce mit Gruyèrekäse dazu wurde uns noch ein Fisch aufgestellt. Vor dem essen treffen wir uns wieder Kurz mit dem Kernteam des Wasserkomitees. Bis um 21:30 ist unsere Stube voll mit Leuten aus dem Dorf. Wir erfahren auch, dass der Toyota mit dem Material immer noch in KIN ist, wissen aber nicht wieso, weil wir die verantwortliche Person nicht erreichen können. Heute sind wir Alle sehr müde und werden morgen nicht so früh aufstehen.

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Erste Arbeiten bei der Quelle

(bez) Um 6 Uhr ist Tagwache. Die Vorbereitung für das Frühstück teilen wir uns auf. Das einheimische Küchenteam (zwei Frauen und ein Mann) bereiten den Tisch vor und bringen aus ihrer Küche, welche im freien ist, ein Thermoskrug mit heissem Wasser, ein Thermoskrug mit Teecitronel, gerösteten Erdnüssen, Brot und Bananen oder andere Früchte. Wir bereiten eine Avocadospaste für den Brohtaufstrich, ein Rührei und kochendes Wasser für den Kaffee vor. Dazu gibt es noch Margarine, Konfi, Honig und Schwarztee. Wie ihr seht, haben wir eine reichliche Auswahl. Momentan kommt erschwerend dazu, dass wir nur auf einem Campingkocher, welchen wir mit Diesel betreiben kochen können da wir noch keine Gasflasche haben. Diese sollte ab morgen mit den fehlenden zwölf Röhren mit einem Toyota Landcrusier Kinshasa verlassen und am Wochenende ankommen. Bis wir am Morgen alles organisiert haben vergeht meistens eine Stunde bis wir zur Quelle runter gehen können. Die Arbeiter warten beim Depot auf aktuelle Anweisungen und der Magaziner bringt alles benötigte Material aus dem Depot uns schreibt immer Alles auf was aus dem Depot geht und am Abend wird es wieder kontrolliert was zurückkommt. Die Träger bringen alles an die entsprechenden Baustellen. Dies ist immer wieder ein Schauspiel. Meistens gibt es vorgängig noch irgendetwas zu reparieren.  David und ich arbeiteten an der Verschalung des unteren Triebbecken und an deren Zuleitung. Heute konnten wir zum ersten Mal unser akkubetriebenes Werkzeug benutzen, welches letztes Jahr verschollen war und erst wieder auftauchte als wir wieder in KIN waren. Wir kamen viel schneller vorwärts und die Arbeiter staunten ab diesen Wunderdingen. An der oberen Quelle wollte ich schon mal mit dem Fassen der Quelle beginnen während David an der Verschalung weiter arbeitete. Ich merkte bald, dass dies keinen Sinn machte ohne David zu arbeiten. Ich hatte Angst, dass sie die Quelle so bearbeiten, dass das Wasser sich einen anderen Weg sucht und wir ohne Wasser dastehen. Nachdem unten die Arbeiten abgeschlossen wurden, weil die Akkuleistung leider nicht reichte um Alles fertig zu stellen, besprachen David und ich uns bei der oberen an Quelle wie wir die Fassung der Quelle angehen. Bevor wir uns vor vier Uhr auf den Weg nach Oben begaben füllte ich noch unsere PET-Flaschen mit gefiltertem Quellwasser. Nach 20 Minuten aufstieg erreichten wir das Dorf. Neben unserer Unterkunft war gerade eine grössere Menschenansammlung. Ein Toyota mit laufendem Motor und ein bewaffneter Polizist standen vor dem Gebäude vor meinem Zimmer. Innen wurden von einem Staatsangestellten die Löhne an die Lehrer und sonstigen Angestellten verteilt. Dies kommt alle drei Monate vor. Der Laufende Motor versorgte den Beamten mit Energie für seine Ausrüstung. Am Abend war der Spuck vorbei und auch die Händler haben sich verzogen die hier ihr Geschäft witterten. Wir tranken in Ruhe unser Süssgetränk und ein paar Baslerläckerl. Anschliessend schauten wir uns noch die Arbeiten beim Reservoir an, welche Brunot leitete. Durch ein Missverständnis wurde die Verschalung zu gross gebaut. Wir entschieden uns, obwohl es schon nach 17 Uhr war, diese noch zu korrigieren. Das Werkzeug und die Maschinen mussten wider aus dem Depot geholt werden. Dank der Akkusäge und dem Akkubohrer konnten diese Arbeiten zügig erledigt werden. Da wir im Dorf waren hatte es sehr viele Zuschauer welche staunend zuschauten und teilweise im Weg standen. Dies gehört hier einfach dazu. Vor dem Nachtessen konnten wir uns noch mit warmem Wasser waschen. Das Nachtessen bereiteten uns die Köchinnen vor. Wir hatten keine Zeit etwas Spezielles zu kochen. Das essen war gut (Reis, Fisch mit Tomatensauce, Auberginen, etwas wie Spinat und Fufu wobei David und ich auf den Fufu verzichtet haben). Nach dem Essen um 19:45 haben wir noch eine Besprechung mit einem Teil des Wasserkomitee. Diese Besprechung werden wir nun jeden Abend haben um den laufenden Tag zu reflektieren und für den neuen die Arbeiten zu Planen und Koordinieren. Der verantwortliche Pfarrer im Dorf verlangt, dass in allen fünf Quartieren die Leute noch diese Nacht informiert werden, dass wir für morgen um 5:30 40 Leute benötigen welche für uns Arbeiten. Wer zuerst kommt erhält Arbeit. Der Chef der Jungen verliess sofort die Sitzung um dies zu organisieren. Um 21:30 hörten wir, wie jemand aus voller Kehle in die Nacht rief und so die Leute informierte. Hier gibt es noch kein WhatsApp sondern nur ein SchreiApp. 😊 Während dieser Dorfinfo waren wir gerade am filtern von drei Liter Wasser für einen Bisaptee, welcher David aus dem Senegal mitgebracht hatte. Ich freue mich schon sehr auf diesen Tee welcher nun eine Nacht im kalten Wasser ziehen muss. Anschliessend gönnten wir uns noch einen Schwarztee mit Schoggiwaffeln (Typ Käkifrett). So nun muss ich Schluss machen da wir wieder um 6 Uhr aufstehen werden und es schon fast 24 Uhr ist.

Über unsere Energieversorgung zu schreiben würde zu lange dauern da sie momentan sehr kompliziert und störanfällig ist. Ich bin froh, dass ich immer wieder mal Internetzugang habe aber leider nicht immer Zeit zum Schreiben. Habe nun auch die Kommentare gesehen, vielen Dank für eure Ermutigungen und Anteilnahme. Kann momentan nicht auch Alle persönlich reagieren da ich ziemlich ausgelastet bin und auch noch schlafen muss.

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5.Februar Matamba Solo

(ElZa) Nach einer guten Nacht kochen sie sich auf dem mitgebrachten Campingkocher Rührei und merken, dass Papa Pain sich in der Küche gut zurecht findet, da er mir so gut über die Schulter geschaut hatte in den letzten Aufenthalten. Die Männer sind zuversichtlich, dass er die Lebensmittel gut einteilen wird.

  

Dann geht’s daran das  im Sommer gekaufte Solarpanel zu flicken.

  

Bernhard  konnte noch in der Schweiz herausfinden, was dem neuen Generator, den man nicht starten konnte im Sommer, fehlt. Siehe da nun läuft er, Gott sei Dank. So werden sie unterwegs auch Strom haben für die Bohr- und anderen Maschinen.

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KIN bis Matamba-Solo

4.Februar Kinshasa Matamba Solo

 

 

 

(ElZa/ bez), David und Brunot werden um 5.30h in der Frühe abgeholt. Auf dem Flugplatz wird wie immer alles gewogen und für gut befunden. Danach verzögert sich aber der Abflug, da es in Kasongo Lunda schlechte Sicht gab. Nach elf Uhr landeten sie dann in Kasongo Lunda. Es gab ein Austausch im Büro der CEK mit Stefan Kabongo. Dem Père Claude im Katholischen Seminar brachten sie noch ein Paket. Dieser zeigte Bernhard eine Solaranlage die er hier in der Schweiz gesehen hat und die er sehr gerne in Matamba Solo installiert hätte. Diese Anlage habe ein Ingenieur aus Kinshasa montiert und nun funktioniert sie. Sie liefert 24 Stunden lang Strom!

  

Die Gruppe machte sich danach auf die Suche nach Essen und Trinken, währendem ein Jeep mit allem Gepäck aus dem Flieger geladen wurde.

  

So fuhren sie relativ spät weiter und erreichten Matamba Solo kurz nach zwanzig Uhr. Sie wurden verpflegt und danach ging's ans Einrichten der Küche und ans Auspacken der Koffer. Da kein Strom vorhanden war und es schon dunkel war, konnte Bernhard den Blog nicht mehr schreiben.

 

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Erster starker Regen. Kommt er oder kommt er nicht?

(bez) Bruno hat nach seinem Unfall keine grösseren Leiden mehr und ist gut unterwegs. Um 10:30 werden wir für den Gottesdienst in einer Gemeinde der CEK abgeholt. Ab 11 Uhr sind wir auch Teil dieser Kirchgemeinde. Bei 34°C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit nehmen wir Anteil am Gesang, der einstündigen Predigt über Matthäus 5. 43 – 48 (Liebet eure Feinde) und dem Abendmahl. Für mich ist dies das erste Mal zusammen mit zusammen mit meinen afrikanischen Schwestern und Brüdern.
Nach dem Gottesdienst essen und trinken wir noch kurz was (Fufu, Fischsauce, Bananen und Erdnüsse) bevor wir bei strömendem Regen weiter zu einem Restaurant fahren wo wir von Alfred nochmals zum Essen eingeladen wurden. Unterwegs kamen uns teilweise Bäche entgegen. Die normalen Autos standen teilweise bis zu Chassis Boden im Wasser. Es war eindrücklich. Viele Leute suchten irgendwo einen Unterstand. Diejenigen die trotz Regen immer noch zu Fuss unterwegs waren hatten weder einen Schirm noch eine Regenjacke. Wir hoffen, dass wir solche starken Regen nicht allzu viele in Matamba-Solo haben werden. Nach 4 Uhr hatte jeder Zeit für sich bis wir nach 19 Uhr zum Flughafen fuhren um den vermissten Koffer abzuholen. Ich konnte sogar ein Stündchen schlafen. Wir waren schnell am Flughafen (40 Min). Zu gewissen Zeiten muss mit zwei Stunden gerechnet werden. Wir assen im Restaurant noch ein kleines Nachtessen bevor David und ich uns auf den Weg Richtung Ankunftshalle begaben. Leider liessen sie ihn nicht rein, weil er kein Gepäckschein vorweisen konnte. So musste ich mich mit meinem Französisch selber durchschlagen. Für den Notfall gab es immer noch das Telefon. 😊  Zuerst vergewisserte ich mich beim Air France Schalter ob mein Koffer im Flieger ist, was mir bestätigt wurde. Ich suchte mir einen freien Platz am Gepäckband welches nach kurzer Zeit die ersten Gepäckstücke brachte. Ich konnte viele Gepäckstücke sehen aber meines wollte einfach nicht kommen. Um das Gepäckband standen schon keine Leute mehr. Ich lief, nach fast einer Stunde warten, schon Richtung Air France Schalter um den weiteren Verlust zu melden, als ich ein Geräusch hörte und mich umdrehte. Zu meiner Freude kam gerade mein langersehnter Koffer auf das Gepäckband geflogen gefolgt von einem Zweiten und letzten Koffer von diesem Flug. Ich war überglücklich und informierte David per Telefon. Wir waren Alle überglücklich und sind froh, dass wir für die Arbeit am Felsen das richtige Material dabeihaben. Nun müssen wir diesbezüglich nichts improvisieren, welches sicher auf Kosten der Sicherheit gegangen wäre. Die Rückreise zum Gästehaus dauerte sogar nur 30 Minuten. Da wir am Montagmorgen schon um 5:30 abgeholt werden, muss ich jetzt noch packen und schauen, dass ich noch zu Schlaf komme. Wann dann der Abflug sein wird hängt vom Wetter und sonstigen Faktoren ab die wir nicht bestimmen können.

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Einkaufstag

Eindruck einer Nebenstrasse
Eindruck einer Nebenstrasse

(bez) Nach einem gemütlichen z’Morgen kauften wir uns Gesprächs und Datenguthaben bei einem Strassenhändler. Nun sind wir wieder besser mit der Restlichen Welt verbunden. Kurz vor 10 Uhr ging die Einkaufstour los. Das interessanteste war die Reparatur von Davids Handydisplay. In einer Elektroniker Werkstatt fanden wir auf anhieb einen geeignete Fachperson. Zuerst wurde über den Preis verhandelt. David einigte sich auf einen Preis der viermal niedriger war als der Anfangspreis. Das Ersatzteil hatte David aus der Schweiz organisiert. Die Reparatur war sehr aufwändig, da die ganze Elektronik hinter dem Display befestigt war und das Display wegen der Wasserdichtheit noch zusätzlich verleimt war. Die Reparatur dauerte ca. eine Stunde. Der Ausgehandelte Preis verdoppelten wir da er die Reparatur kompetent ausführte und viel komplizierter war als wir dachten. Der Elektroniker kennt Heidi Kabangu, eine Schweizerin welche die pädagogische Schule «Les Gazelles» in KIN gründete und leitete. Sie ist den ehemaligen Missionaren allen einen Begriff. Eine alte Gasflasche liessen wir noch mit 20 kg Gas füllen (Kosten von 100$). Sie dachten, diese können wir mit dem Flugzeug ins Landesinnere mitnehmen. Nun müssen wir warten bis diese mir dem Nächsten Transport zu uns kommt. Zum Glück habe ich noch meinen Universalkocher dabei welcher auch mit Diesel funktioniert. Das Kochen wird uns dadurch nicht erleichtert. Die Köchin die wir angefragt haben ob sie bei uns in Matamba-Solo kochen würde hat zugesagt, dass sie kommen würde. Wir haben uns aber aus diversen Gründen gegen diese Lösung entschieden. Bis 4 Uhr hatten wir alle unsere Einkäufe erfolgreich erledigen können. Nachdem auch Alles eingebucht war konnten uns im nahe gelegenen Restaurant für ein Getränk hinsetzen. Alfred Mbuta und Jules Tsengele stiessen auch noch zu uns. Zurück im Gästehaus besprachen wir uns noch und planten die nächsten Schritte. Es gibt zwei gröbere Probleme die unbedingt gelöst werden müssen. 1. Die 12 Röhren sind immer noch in KIN. Diese sind je 6 Meter lang und zusammen 260 kg schwer. Sie wollen sie auf dem Dach des Toyota Landcrusier transportieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Probleme gehen wird. 2. Die drei Ingenieure sind immer noch in KIN obwohl wir der CEK Leitung gesagt haben, dass sie vorgängig nach Matamba-Solo reisen sollen, da der Flieger mit uns und dem Gepäck schon ziemlich gut ausgelastet sein wird. Nach der Besprechung hatten David und ich sehr Hunger und machten uns auf den Weg zu einem kleinen unscheinbaren Restaurant. Diese verkaufen als Menü nur ganze Poulets. Aus diesem Grund bestellten wir beide das gleiche Menü aber mit je einem halben Poulet. Das Poulet war so gross, dass wir nicht mal zu zweit Alles essen konnten. Nach 22 Uhr waren wir mit einem Umweg bei einem Bankomaten vorbei zurück im Gästehaus wo wir Brunot trafen. Er hatte vor zwei Wochen einen Motorradunfall und sich mehrere Verletzungen zugezogen. Er wird trotzdem mit uns mitkommen. Morgen werden wir besser sehen wie handicapiert er ist. Wir sind zu müde um noch intensiv auszutauschen. Die werden wir beim Morgenessen nachholen.
Elisabeth kann das Wochenende zuhause verbringen und sich so schon mal in den neuen Alltag einleben. Es geht ihr gut und konnte schon viel selbständig im Haushalt erledigen.

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Ruhetag und Anreise David

Konnte sehr gut schlafen. Nach einer warmen Dusche und einem guten z’Morgen fühlte ich mich gestärkt für den neuen Tag. Als erstes organisierte ich die Koffer neu. Für den Flug musste ich schauen, dass in jeden Koffer, mit unterschiedlichen Volumen, 23 Kilo reinpassten und in das Handgepäck 12 kg. Diese maximal zulässigen Koffergewichte nutzte ich bis über das Limit aus. Einige Sachen musste ich zuhause lassen welche nicht zwingend für das Projekt benötigt wurden. Die Briefe, Pakete und sonstigen Dienstleistungen welche ich aus Europa mitnahm habe ich Alle mitgenommen. Es waren gesamthaft knapp dreissig. Das nächste Mal lasse ich mich von DHL anstellen. 😊 Letztes Jahr verlor ich die Übersicht wem ich jeweils welchen Brief zur Weitergabe gegeben habe. Aus diesem Grund stellte ich mir heute eine Liste zusammen. Auch mit der Buchhaltung war ich heute länger beschäftigt. Letztes Jahr hatte ich nur Zettelchen und unübersichtliche Abrechnungen von der lokalen Projektleitung welche ich zuhause mit viel Mühe und Zeit ordnete. Dieses Jahr wird dies hoffentlich einfacher gehen. Mit Jolanda, sie führt hier das Gästehaus und kommt aus der Schweiz, habe ich auch noch länger gesprochen. Sie schaut sehr gut zu uns. Am Nachmittag konnte ich sogar noch für ein Mittagsschläfchen hinlegen. Von David, der gerade in Lome (Togo) umsteigen musste, erfuhr ich, dass sein Flug pünktlich in Kinshasa ankommen sollte. Jules habe ich per SMS und Mail geschrieben, dass er mich rechtzeitig abholen soll um zum Flughafen zu fahren um David abzuholen. Diese Info kam bei ihm aber nicht an und so war er schon am Flughafen als ich durch Jolanda nachfragen lies wann er mich abholen komme. Um 20 Uhr kam er ohne Zwischenfälle hier an. Es geht ihm gut. Wir assen hier im Gästehaus zusammen mit Jules Hörnli mit Gehaktem, Gemüse und Weisskabissalat. Es schmeckte vorzüglich. Jules sagte wir sollen diese Köchin mit nach Matamba-Solo nehmen. Er fragte sie sogar und Jolanda kam auch noch dazu um darüber zu diskutieren. Mal schauen ob sich daraus was ergibt. Wir tauschten uns noch aus und planten den morgigen Tag welcher mit Einkäufen, Besuchen und Besprechungen mit der Kirchenleitung gefüllt sein wird. Seit der Nacht ist hier im Quartier ein Stromunterbruch. Der Notgenerator bringt nur auf zwei von drei Phasen Strom und wir zwischen ca. 11 und 18:30 abgestellt. Dies bedeutet, dass kein Wasser kommt, das Internet nicht geht und sonnst alles was Strom benötigt tot ist. Da das Internet im Gästehaus so langsam ist, kann ich hier den Blog nicht schreiben. Werde morgen ein Datenpacket kaufen um mal den Blog zu starten. Nun ist auch schon wieder 23:30 und ich bin reif fürs Bett.

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Reisetag

Um 4 Uhr holt mich das Taxi bei Schneetreiben ab. Die vier Koffer und das Handgepäck müssen wir im ganzen Taxi verteilen obwohl es ein Kombi ist. Der Check-in und die Kontrollen laufen ohne Probleme ab. Nachdem der Flieger vom Schnee befreit ist, heben wir mit ca. 40 Min. Verspätung ab. Der Transfer in Paris ging noch nie so schnell. Das Boarding verzögerte sich ein wenig. Wir werden nur mit wenig Verspätung mit einem Fahrzeug rückwärts auf die Rollpiste gefahren und dort blieben wir stehen. Der Kapitän informiert, dass die hinteren Positionslichter nicht funktionieren und das Flugzeug wieder mit dem Fahrzeug in die Parkposition zurück gebracht wird um es dort zu reparieren. Nach weiteren 15 Minuten Informierte er, dass das Fahrzeug eine Panne hat und ein neues organisiert werden muss. Dies dauerte sicher auch noch Males 45 Minuten. Hier muss ich noch zufügen, dass ich immer noch in Europa bin. 😉 Per SMS kann ich die Person informieren welche mich abholt. Zum Glück gibt es Übersetzungsprogramme. Zur Sicherheit informiere ich auch David, welcher noch in Senegal ist über die Verspätung. Mit gut zwei Stunden Verspätung heben wir ab. Der Flug verläuft sehr ruhig. Da ich über dem Flügel einen Platz habe und durch die Verspätung die Sonne blendete konnte ich nicht viel sehen. Dazu kommt noch, dass es von Paris bis nach Afrika immer bedeckt war. In Afrika selber war es die meiste Zeit auch bedeckt. Ich bin sehr erstaunt, dass ich im Flieger kein Formular von der Einreisebehörde erhalte. Da musste alles nochmals ausgefüllt werden was ich schon beim Visaantrag ausfüllen musste. Bei der Passkontrolle geht Alles sehr geordnet und es brauchte tatsächlich nur noch den Pass und den Impfausweis für die Einreise. Kaum komme ich in die Gepäckausgabe, sehe ich schon drei meiner vier Koffer. Da die Wägelchen knapp sind muss ich auf ein freies warten. Als alles Gepäck ausgeladen ist und mein vierter nicht dabei ist gehe ich an den Schalter für vermisstes Gepäck um dies zu melden. Ihm ist schon bekannt, dass dieses Gepäckstück in Paris blieb. Es wird mit dem nächsten Flieger, welcher am Sonntag um 18:20 landen sollte ankommen. Wir müssen das Gepäckstück am Sonntag am Flughafen abholen. Unser Weiterflug ist auf den Montagmorgen geplant, so dass es reichen sollte, wenn er dann auch ankommt. Im Koffer ist die ganze Kletterausrüstung, der Bohrhammer, mein Handwerkzeug und die Taschenlampe. Ohne dieses Material wird es sehr schwierig werden die Röhren im Felsen zu fixieren. Vor dem Flughafen werde ich von Jules Tsengele herzlich empfangen. Um 23:45 kommen wir nach einer sehr schnellen Fahrt ohne Stau im Gästehaus St. Eloj an. Um 0:45 schlaffe ich nach einem anstrengenden Tag ein. 

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Wir sind wieder zuhause

(bez) Der Flug verlief ausser bei David ohne Probleme. Nach 6 Uhr landen wir in Paris und begeben uns zur Abflughalle des Flugs nach Basel. Hier verbringen wir die Zeit mit Schreiben bei einem Gipfeli und einem Getränk. Mit 15 Minuten Verspätung landen wir in Basel. Die Eltern von David und unsere Tochter Mirjam holen uns ab. Mit dem Bus fahren wir zum Bahnhof wo wir uns Verabschieden. Sieben Wochen haben wir mit David eng zusammengelebt und eine sehr gute und anstrengende Zeit verbracht. Nun ist die Zeit auf einen Schlag vorbei. Die Erinnerung wird bleiben. Um 13:45 kommen wir in unserem durchgeputzten Haus an. Als erstes trinke ich ein Glas Milch und nehme eine Dusche.

Nun ist dieser Einsatz zu Ende und es läuft immer noch kein Wasser im Dorf. Frustriert oder Enttäuscht bin ich deswegen nicht. Die Gründe sind sehr vielfältig und wir haben versucht alles im Rahmen des Möglichen zu tun um am Projekt arbeiten zu können. Ein weiterer Einsatz, der das Projekt abschliessen soll, sind wir am planen und wird voraussichtlich anfangs 2019 sein.
Vielen Dank für all euer Interesse, Kommentare, Mails und Gebete.

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