Wir sind wieder zuhause

(bez) Der Flug verlief ausser bei David ohne Probleme. Nach 6 Uhr landen wir in Paris und begeben uns zur Abflughalle des Flugs nach Basel. Hier verbringen wir die Zeit mit Schreiben bei einem Gipfeli und einem Getränk. Mit 15 Minuten Verspätung landen wir in Basel. Die Eltern von David und unsere Tochter Mirjam holen uns ab. Mit dem Bus fahren wir zum Bahnhof wo wir uns Verabschieden. Sieben Wochen haben wir mit David eng zusammengelebt und eine sehr gute und anstrengende Zeit verbracht. Nun ist die Zeit auf einen Schlag vorbei. Die Erinnerung wird bleiben. Um 13:45 kommen wir in unserem durchgeputzten Haus an. Als erstes trinke ich ein Glas Milch und nehme eine Dusche.

Nun ist dieser Einsatz zu Ende und es läuft immer noch kein Wasser im Dorf. Frustriert oder Enttäuscht bin ich deswegen nicht. Die Gründe sind sehr vielfältig und wir haben versucht alles im Rahmen des Möglichen zu tun um am Projekt arbeiten zu können. Ein weiterer Einsatz, der das Projekt abschliessen soll, sind wir am planen und wird voraussichtlich anfangs 2019 sein.
Vielen Dank für all euer Interesse, Kommentare, Mails und Gebete.

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Letzter Tag im Kongo

Fanmarsch
Fanmarsch

(bez) Um 7 Uhr gehen David und ich zum Geldautomaten und können erfolgreich beim ersten Mal Geld beziehen. Der Tag ist für mich gerettet. Heute sind wir auch wieder eingeladen an internationalen ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale der ECC. Es Vertreter aus Rom, Schweiz und div. afrikanischen Ländern anwesend. Hier läuft Alles sehr geordnet ab. Auch hier müssen wir als Vertreter von Mission 21 aufstehen. Es gibt sogar einen klassischen Chor der mit Geigen und einem Cello unterstützt wird. Am Schluss singen sie das Halleluja von Bach und dies sehr gut. Ich hätte nie gedacht, dass ich klassische Stücke in Kinshasa je hören werde. Die Predigt hielt der Generalsekretär des ökumenischen Rates der Kirchen mit Sitz in Genf über die Seligpreisungen. Wir wären sogar noch zum Mittagessen eingeladen gewesen aber unter so vielen Würdenträgern wären wir fehl am Platz gewesen. Als wir abfuhren wollten, sahen wir neben der grossen Kathedrale noch die kleine Kirche der englisch sprechenden Gemeinde. Wir wären auch hier, von unserem Piloten, eingeladen gewesen. Wir versuchten noch ihn zu finden aber die Kirche war wurde gerade abgeschlossen. Ein Ehepaar lächelt uns von weiter her an und kam uns entgegen als ob sie uns kennen würden. Wir warteten und sind gespannt wer das ist. Er ist der Pastor dieser Gemeinde und fragte uns was wir suchen. Wir erzählten ihm und seiner Frau kurz wieso wir hier sind und dass wir vom MAF Piloten eingeladen wurden. Als er erfuhr, dass wir aus Basel sind, fragte er uns ob wir Johannes und Vreni Blum kennen. Ja, die kennen wir sehr gut es sind unsere Freunde und wir sind in der gleichen Mission. Sie waren längere Zeit im Kongo im Dorf Vanga im Einsatz. Er arbeitete als Ausbildner für Ärzte dort. Der Pastor erzählte uns eine kurze Episode die er zusammen mit Johannes vor ca. 30 Jahren erlebt hat: Er sei schwer krank gewesen und habe Johannes um Rat gefragt. Johannes sagte zu ihm: du musst sterben. Nach einer kurzen Pause sagte Johannes dann: aber nicht jetzt. Dies ist ihm auf jeden Fall in Erinnerung geblieben und er lebt immer noch 😊. Den Nachmittag verbringen wir in einem idyllischen Hotelgarten mit Pool mit Essen und Trinken. Vor vier Uhr bewegten wir uns Richtung Flughafen. Da gerade im grossen Stadion, mit einer Kapazität von 80'000 Zuschauern, ein Spiel fertig war blieben wir stecken. Die Fans blockierten die Strassenseite Richtung Flughafen mit einem Fanmarsch komplett. Auf der Gegenfahrbahn konnten wir dann den Fanmarsch überholen. Am Flughafen ging Alles problemlos und wir konnten vor dem Gate schon um 18 Uhr auf den Abflug warten. Dieses Mal ist Alles nach Flugplan und wir bewegen uns schon um 20:40 Richtung Piste. David hat grosses Pech mit seiner Sitznachbarin. Sie beansprucht min. 1.5 Sitze. David kann nicht gerade sitzen und auch nicht schlafen. Sie hat noch die Frechheit und will ihm ihre Tasche für die Füsse stellen was er verständlicherweise nicht zulässt. Der Pilot meldet bald, dass er einen Umweg fliegen muss wegen Turbulenzen und wir dadurch ca. 30 Minuten verlieren werden. Dadurch erhalten wir das Nachtessen erst vor Mitternacht.

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140 Jahre ECC Fest

Blick auf den Kongo
Blick auf den Kongo

(bez) Am Morgen verabschieden wir uns von Brunot. Er wird von seinem Sohn und seiner Schwägerin abgeholt. Heute sind wir eingeladen an die 140 Jahrfeier der protestantischen Kirche im Kongo (ECC). Dieser Anlass findet im alten Nationalfussballstadion statt wo 1974 der legendäre Boxkampf zwischen Ali und Foreman stattfand, besser bekannt als "Rumble in the Jungle". Das Stadion hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Der Anlass fing mit fast zwei Stunden Verspätung kurz vor 12 Uhr an. Wir wurden an einem VIP-Platz geführt welcher zum Glück mit einem Zeltdach abgeschattet war. Leider war der Platz wieder einmal gerade vor den Lautsprechern. Es gab viele Chorale, Begrüssungen und Gebete. Wir mussten sogar aufstehen als wir als Vertreter von Mission 21 aufgerufen wurden. Soviel wurde ich in meinem Leben noch nie an einem Tag abgelichtet ausser an meiner Hochzeit 😉. Da wir schon nach 10 Uhr im Stadion waren, verliessen wir nach dem Beitrag von Alfred Mbuta um 14 Uhr den Anlass um uns am Kongofluss beim «Chez Tintin» ein Mittagessen zu gönnen. Mit dem Blick auf den Kongo genossen wir das Essen und konnten uns so gut erholen von unserem Arbeitseinsatz. Bevor wir ins Gästehaus gingen, wollte ich noch Geld mit der Postcard am Geldautomaten rauslassen. Unser Geld reichte nur noch knapp für die Übernachtungen. Für die Ausreise müssen wir noch 165$ bezahlen und für ein Mittagessen sollte es auch noch reichen. Der Geldautomat verweigerte uns bei jedem Versuch die Geldausgabe. Beim nächsten Automat über der Strasse hatten wir auch keinen Erfolg. Das sei am Samstag normal sagt uns unser Begleiter. Wir werden es am Sonntag um 7 Uhr nochmals versuchen. Am Abend ging David mit unserem Begleiter und Fahrer Blaise noch in den Ausgang und wir bereiteten uns für die Heimreise vor.

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Der Koffer ist da!!

Gruppenbild mit den drei Ingenieuren
Gruppenbild mit den drei Ingenieuren

(bez) Ich konnte relativ gut schlafen. Das Fieber war weg und ich fühle mich schon fast wieder top fit. Auch das Morgenessen stärkte mich. Nach 10 Uhr werden wir abgeholt um die Baustelle des neuen CEK-Zentrums zu besichtigen. Das Parterre ist im Rohbau fertig und in einigen Zimmern sind die Wände verputz, der Boden betoniert und die elektrischen Drähte eingezogen. Ende September soll Alles fertig sein und die Büros werden gezügelt. Die oberen zwei Stöcke werden anschliessend etappenweise fertiggestellt je nach finanzieller Situation. Anschliessend sind wir zum Essen im Restaurant eingeladen. Mit Alfred Mbuta und dem Kassier Tata Kiniama besprechen wir noch gewisse Punkt der Kosten die für uns unklar waren. Anschliessend versuchen wir noch einen letzten Anlauf um unseren verschollenen Koffer zu finden. Wir haben Tata Blaise die Vollmacht erteilt, sich um den Koffer von Elisabeth zu kümmern. Er war schon Stammgast auf dem Gepäckbüro der Air France aber leider ohne Erfolg. Als wir dort ankamen erklärte David unsere Situation. Er sagte, wir sollen unseren Koffer selber suchen unter den 40 Koffern die auf einem Haufen lagen. Wir sahen von der Theke aus unseren Koffer nicht. Elisabeth durfte ihren Koffer nun selber suchen und oh Wunder, unter einem anderen Koffer entdeckte sie unseren langersehnten Koffer. Er ist am 19.7.18 in KIN angekommen. Die Originaletikette war nicht mehr dran. Dafür eine für einen Peter und eine mit meinem Namen. Dies war auch das Problem, dass nicht mehr Zahnd Elisabeth draufstand und dadurch Tata Blaise nicht informiert wurde. Er selber stand ein paarmal nur ein paar Meter neben dem Koffer. David diskutierte noch länger mit dem Angestellten um das System zu verstehen wie so ein Fehler passieren konnte. Der Angestellte verstand anschliessend sein System auch nicht mehr so ganz 😉. Auf jeden Fall haben wir unseren Koffer inkl. vollständigem Inhalt wieder. Gott sei Dank. Anschliessend wollten wir noch die Firma besuchen, welche qualitativ gute Rohre verkauft. Da wir den ganzen Tag mehr im Auto standen als fuhren, reichte es leider nicht mehr zur rechten Zeit und wir kehrten um. Die drei Ingenieure kommen noch vorbei um sich zu bedanken und zu verabschieden. Auch mit Brunot haben wir ein Abschlussgespräch da er uns nach dem Frühstück wieder verlässt und zu seiner Familie zurückkehrt. Für unser Abschlussessen gehen wir in ein griechisches Restaurant. Mit dem Taxi fahren wir für CHF 3.70 hin. Bevor der Hauptgang serviert wird, tischen sie uns sicher einen Laib Brot auf den wir, vor allem David 😊, essen. Der Hauptgang schmeckt Allen sehr gut. Wir genehmigen uns auch noch eine Flasche Wein dazu. Wie ihr seht, geht es mir wieder sehr gut. Ich bin sehr dankbar dafür.

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Abflug

(bez) Am Morgen geht es mir einigermassen. David und Brunot gehen noch zur Quelle und Pumpstation des Collège und bringen mir die wichtigsten Daten zurück. So wie es aussieht ist ein Einsatz eines Widders an dieser Quelle nicht möglich. Die drei Ingenieure wollen von mir noch die Fotos von den Arbeiten. Anschliessend rechnen wir noch mit Hugo unseren Aufenthalt in Matamba-Solo ab. Bei Koordinator Jules Tsengele muss ich noch anschauen wie die Solaranlage installiert wurde. Die Anlage wurde von einem Techniker aus Kinshasa installiert. Als ich die Anlage genauer anschaute, stellte ich fest, dass der Techniker keine grosse Ahnung von diesem System hatte. Der folgende Abschnitt ist nur für technisch versierte Personen gedacht.

Ursprünglich waren zwei unterschiedliche Solarladeregle parallel zum Panel und Batterie gehängt. Da dies nach einer gewissen Zeit nicht mehr funktionierte, wurde das Panel mit einer Leerlaufspannung von über 30 Volt direkt an die Batterie gehängt. Der Ausgang des Wechselrichters wurde an einen Überspannungsschutz angeschlossen was ja eigentlich sehr gut ist. Das Problem war nur, dass dieser nicht mit Erde verbunden wurde und als ich an den Kabeln schwach zog fielen sie raus. Dieser Schutz hätte nichts gebracht. Die Erde wurde nur mit dem Minuspol verbunden anstatt mit dem Rahmen des Panels. Wie die Erdverbindung im Boden aussieht habe ich nicht kontrolliert. Jemand sagte mir, dass der Techniker einen dünnen Maschendraht im Boden verlegt hat was auch nichts bringen würde, da der erste Blitz diesen Draht gerade durchschmelzen würde. Alle Verbindungen von Kabeln werden hier durch das verdrillen der Leitungen bewerkstelligt. Lüsterklemmen kennen sie hier nicht.
Ich habe die Anlage nun so verdrahtet, dass die Batterie nun über einen Laderegler geladen wird. Den Überspannungsschutz konnte ich nicht einrichten. Es tat mir weh, wie ich dies notfallmässig herrichten musste. Es trägt auf jeden Fall nicht meine Handschrift
. Der Pater kam auch noch dazu und sagte, dass hätte er sicher für das Geld besser als der Techniker aus Kinshasa gemacht. Er lud uns noch zum Mittagessen ein was wir sehr schätzten. Anschliessend besichtigten wir noch die Baustelle für das neue Gästehaus der CEK in Kasongo-Lunda. Momentan ist erst das Fundament sichtbar. Bei unserem nächsten Aufenthalt können wir sicher noch nicht darin schlafen. Während der Besichtigung hören und sehen wir nach sechs Wochen wieder einen Flieger. Es ist unser Flieger von der MAF der uns abholen wird. Nach 12 Minuten sind wir auch auf dem Flugfeld. Wir nehmen auch die drei Ingenieure und einen Patienten mit. Alle acht Personen und das Gepäck werden auf dem Flugfeld gewogen. Es können nur zwei kleinere Gepäckstücke nicht mitgenommen werden, die aber nicht von uns sind. Brunot hat in Matamba-Solo noch eine Taube gekauft die er mitnehmen wollte. Der Pilot lies es aber nicht zu diese zu transportieren. Letztes Jahr wurden im selben Flugzeug zwei Kisten Hühner transportiert. Der Flug verlief reibungslos, die Sicht war sehr schlecht. David konnte als Co-Pilot mitfliegen und hat einiges auch über die Flugsicherheit im Kongo mitbekommen. Im ganzen Kongo gibt es keine Radarüberwachung. Das Flugzeug der MAF ist besser ausgerüstet als der Linienflieger der Äthiopien Airline. Unser Pilot musste dem Linienpiloten mitteilen, dass keine Kollisionsgefahr bestehe während wir in der Nähe des Internationalen Flughafen von KIN vorbei flogen. Mir war es schon im Flieger nicht sehr gut zu mute. Als wir am Hangar der MAF ankamen, sah ich schon den Pilot der uns reingeflogen hat. Er heisst Nicolas Frey und kommt aus Kanada. Seine Wurzeln sind in der Schweiz. Er sagte uns er heisse wie die Schoggimarke der Migros. Als ich dann in Matamba-Solo zum ersten mal mein Badetuch benützte, realisierte ich, dass es ein Werbebadetuch der Schoggifabrik Frey ist. Ich wusste sofort, dass ich dieses dem Piloten schenken würde, wenn ich ihn antreffe. Er hatte sehr Freude und hat uns für den Sonntag in seine Gemeinde eingeladen. Ich war sehr froh, als wir wieder in unserem Zimmer waren. Ich war völlig entkräftet, hatte Durchfall und hohes Fieber (39.7°C). Ich entschied mich mit einer Antibiotikakur zu starten. Als ich noch ein fiebersenkendes Mittel einnahm, musste ich Alles wieder erbrechen. Ich legte mich ins Bett und blieb dort liegen bis am Morgen. Vor dem schlafen nahm ich eine schwache Dosis fiebersenkendes Mittel. David, Elisabeth und Brunot assen noch in einem nahen Restaurant ein ausgiebiges Nachtessen.

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Letzte Arbeiten

Letzte Verschalung am Pumpenhaus
Letzte Verschalung am Pumpenhaus

(bez) Um 6 Uhr gehen David und ich mit zwei Arbeitern und einem Ingenieur zum Pumpenhaus um die Verschalung fertig zu stellen, welche heute noch betoniert werden soll. Um 8 Uhr sind wir wieder im Dorf. Nach einer Kübeldusche und dem Morgenessen muss ich noch testen ob auf die neuen besseren Rohre ein Gewinde geschnitten werden kann. Bei den alten Rohren war dies nicht möglich ohne das Rohr zu beschädigen. Die Qualität der alten Rohre ist miserabel. Beim neuen Rohr konnte ich ohne Probleme ein Gewinde schneiden. Dies bedeutet nun, dass wir die alten durch 60 qualitativ bessere Rohre ersetzen müssen. Parallel musste Elisabeth die Küche reinigen und Alles einpacken was wir bei unserem nächsten Einsatz wiederverwenden werden. Der Rest wurde unter die Leute verteilt. In und vor der Küche werteten immer wieder Leute und standen im Weg rum. Bis ich zum Packen kam war es schon bald Mittag. Nachdem alle unsere Koffer fertiggepackt waren, ging ich zu David ins Depot wo er mit dem Verantwortlichen das Inventar aufnahm. Es gab viel Material zum Zählen, da wir noch einiges nicht verbauen konnten. Nach einem kurzen Imbiss (Bananen, Fisch und Erdnüsse) fuhren wir um 13:45 ab. Diesmal war der Sand durch den Regen kompakter und wir blieben nirgends stecken. In Kasong-Lunda quartieren wir uns im Collège ein. Der Pater lud uns gerade zu einem feinen Essen ein. Ihm habe ich letztes Mal meine Taschenlampe verkauft und er hat mich beauftragt ihm ein Messgerät zu organisieren welches ich ihm nach dem Essen überreichte. Ich fühlte mich wieder sehr schwach und hatte auch ein wenig Fieber. Ich legte mich nach dem Essen ins Bett. David und Hugo besprachen noch die Abrechnung unseres Aufenthaltes und gingen am Abend zusammen noch was Essen in Kasongo-Lunda.

 

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Abschlussfest

(bez) Wir sind früh auf den Beinen um hoffentlich alle geplanten Arbeiten abzuschliessen. Zuerst schauen wir uns das fertige Reservoir am. Oben entdecke ich mehrere Risse in der äussersten Schicht. Diese werden heute noch ausgebessert. Unten wird die Dachkonstruktion für das Pumpenhaus mit vielen Erklärungen und immer wieder Korrekturen fertiggestellt. Was ein rechter Winkel ist können sich viele nicht vorstellen. Ich wollte es mit dem Satz von Pythagoras erklären, merkte aber bald, dass dies für diese Arbeiter eine Überforderung ist. So erklärten wir es auf die praktische Art. Wir legten ein Wellblech vorne bündig hin und massen wieviel es auf der Seite hinten und vorne vorstand. Sie waren sehr erstaunt, dass die Differenz mehr als 10 cm war. Sie wollten die Latten schon alle gleich lang abschneiden. Dann hätten sie jedes Wellblech zuschneiden müssen was viel komplizierter ist. Beim oberen Wasserbecken wurden Löcher gebohrt um die gestohlenen einbetonierten Armierungseisen zu ersetzen. Da irgendwann der Generator nicht ganz unerwartet den Geist aufgab musste diese Arbeit vertagt werden. Bei Pumpenhaus fertigten wir die Wandabdeckung mit sieben Durchbrüchen an. Da der Generator tot ist, mussten wir die Löcher mit Durchmesser 11 cm mit dem neuen Akkuschrauber ausbohren und mit der Feile die Lochgrösse anpassen. Die neue Stichsäge konnte ich leider nicht gebrauchen wegen Strommangel. Als wir fast fertig waren, mussten wir die Übung abbrechen da es schon dunkel war. Dies werden wir morgen um 6 Uhr noch erledigen. Oben angekommen ist das Abschlussfest schon im Gange. Unser Grill wurde noch fertiggestellt und mit neun eigenen Biohühnern 😉 bestückt. Es reichte für jeden Tisch ein Huhn. Auch wir müssen noch eine Ansprache halten. Ich und auch David sprechen die Problematik der teilweise schlecht ausgeführten Arbeiten an, wenn wir nicht dabei sind. Es fehlt hier im Matamba-Solo an Fachleuten die dieses Wort verdienen. Das Fest dauerte bis 23 Uhr. Es hat den Eingeladenen Gästen ca. 90 Personen und den vielen Zuschauer sehr gefallen. Wir sind sehr müde vom langen Arbeitstag wo wir kaum ruhen konnten. Morgen geht die Reise weiter nach Kasongo-Lunda.

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Viel zu transportieren

Drei Pumpen stehen im Pumpenhaus
Drei Pumpen stehen im Pumpenhaus

(bez) Heute muss einiges an Material nach unten gebracht werden. Bis Alles vorbereitet ist geht es fast eine Stunde. Es wird Material im Depot gesucht, ein wichtiger Schraubenschlüssel fehlt und muss gesucht werden, nebenbei messe ich noch die Spannung am Generator. Mein Winkelschleifer ist defekt da er voraussichtlich mit einer zu hohen Spannung betrieben wurde. Um 9 Uhr bewegt sich eine längere Kolone Arbeiter und Träger Richtung Quelle. Bis die schweren Spiralen (54 kg) durch die heiklen Stellen sind geht es länger. Sie helfen einander sehr gut. Es kommt Alles heil nach unten. Nun wird der Kranz vom Pumpenhaus ausgeschalt und drei Mauern bis nach oben fertig gestellt. Innen betonieren wir ein Kunststoffbecken für die alte Widderpumpe ein. Die drei Widderpumpen und zwei Spiralen platzieren und fixieren wir teilweise so, dass wir morgen hoffentlich die Verschalung für die letzte Mauer mit ihren Durchbrüchen fertigstellen können. Mit der Dachkonstruktion wurde auch schon angefangen. Wir mussten heute wieder mal alle Arbeiter zu uns rufen da ein grosser Teil von ihnen mehr rumlagen und die Arbeiten nicht erledigten die ihnen aufgetragen wurden. David stand wie vor einer Schulklasse und hat ihnen erklärt, dass sie jetzt keine drei vollen Tage mehr an diesem Projekt arbeiten müssen und sich anschliessend erholen können. Jetzt erwarten wir von ihnen, dass sie noch voll für dieses Projekt sich einsetzen. Wenn wir verlangen, dass die Gräben ganz gefüllt werden müssen da sie sonst in der Regenzeit als Bachbett dienen und ausgeschwemmt werden, gingen sie dann ohne murren an die Arbeit. Als wir die fertige Arbeit sahen, mussten wir sagen, dass haben sie sehr gut gemacht ohne dass jemand von uns dabei gewesen war.

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Die Pumpen sind da!!

Die Kiste mit den Pumpen wird entladen
Die Kiste mit den Pumpen wird entladen

(bez) Wir erhalten die ersten zwei Eier von unseren elf eigenen Hühnern. Heute ist die Kirche fast leer als wir um 10:30 in der Kirche sind. Bis zum Schluss ist die Kirche nur zu einem Drittel voll. Es fehlen vor allem viele Frauen. Diese sind am Termiten sammeln. Diese kommen einen Tag nach dem ersten Regen aus dem Boden und fliegen davon. Uns wurden sie auch angeboten. Sie schmecken getrocknet recht gut 😊. Am Schluss musste ich noch eine Rede halten um die Gemeinde über den Stand des Projektes zu informieren und wie es voraussichtlich weiter gehen wird. David hat ins Französische und Hugo hat es auf Kituba übersetzt. Es ist nun Allen klar, dass bis zu unserer Abreise am Mittwoch kein Wasser ins Dorf fliessen wird. Wir sind ein wenig enttäuscht, haben uns schon seit einigen Tage länger damit abgefunden. Wir sind auf einem guten Weg dieses Projekt bei einem nächsten Einsatz zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Während der Rede wurde uns mitgeteilt, dass das Fahrzeug mit der Kiste angekommen sei. Welch eine Freude, Halleluja. Drei Tage vor unserer Abreise aus Matamba-Solo kommt die Pumpe und das Küchenmaterial für Elisabeth. Bis die Kiste mit ihren gut 400 kg aus dem Toyota ist, braucht es eine grössere Anstrengung. Mit diesem Fahrzeug kam auch ein Akkubohrer, den ich in KIN als Ersatz für den Verlorengegangenen kaufen liess. Ich hoffe, dass die Versicherung diesen bezahlen wird. Damit konnte ich die Kiste einfach öffnen. Viele Zuschauer beobachteten gespannt was da Alles zum Vorschein kam. Es ist Alles vollständig und ohne Beschädigung angekommen! Wir entscheiden, dass wir heute nicht mehr bei der Quelle arbeiten werden, sondern morgen um 7 Uhr runter gehen werden. Alle sind erleichtert und froh sich ausruhen zu können. Nach 2 Uhr essen wir noch Spagetthi, Kartoffelsalat mit Landjägern auf einem neuen sauberen Tischtuch mit rechten Messern und Gabeln. Brunot liess noch den Deckel des Reservoirs aussen fertig betonieren. Wir liessen aus einem alten Stahlfass einen Grill anfertigen. Heute möchten wir eines unserer Hühner auf dem Spiess grillieren. Den Grill lassen wir aber so gross fertigen, dass wir unsere noch 10 Hühner am Abschlussfest vom Dienstag gleichzeitig grillieren können. Die Kohle dafür haben wir schon gekauft. Zwischendurch schulten wir noch diverse Leute an der neuen Widderpumpe von der Firma Schlumpf Innovations GmbH. Das Poulet ist nach 50 Minuten fertig. Wir essen es zusammen mit Älplermaccaronen.

Noch was zu unserer Wohnsituation. Wir wohnen im Gesundheitszentrum in zwei Büros. Unser Büro (Schlafzimmer) wird momentan von niemandem gebraucht. David hat sein Schlafzimmer im Büro vom Direktor Hugo. Sein Zimmer wird immer wieder von gewissen Personen benutzt und in der Nacht von den Ratten . Die Stube mit Sofas, einem Esstisch und zwei Büroarbeitsplätzen ist die Schaltzentralle für Alle. Hier gehen die Leute ein und aus. Am Abend sind auch immer Leute da um mit uns zu sprechen oder einfach um das Internet zu nutzen. Eine richtige Privatsphäre gibt es hier nur in der Nacht ab 10 Uhr. Uns stört dies aber nicht. Wir können bis jetzt gut damit umgehen. Auch in der Küche ist immer ein kommen und gehen. Das «Badzimmer» wird mehrheitlich von uns benutzt. Es gibt noch zwei weitere Räume (Verwaltungsbüro und Medikementenlager) die wir nicht benutzen.

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Duschen ein tägliches Ritual

Wer findet die Spinne?
Wer findet die Spinne?

(bez) In dieser Nacht regnete es längere Zeit ohne Blitz und Donner. Zum ersten Mal erleben wir hier einen ausgiebigen Regen. Den gemieteten Generator mussten sie zuerst reparieren. Als ich den Generator gesehen habe, dachte ich mir schon bei welchem Schrotthändler sie den organisiert haben. Als er dann mal lief, erzeugte er eine riesen Menge an Rauch. Zum Glück habe ich noch ein 25 Meter langes Verlängerungskabel gekauft. In dem Fall hätte ich aber ein mindestens 50 Meter Kabel benötigt. Zum Test des Generators schliessen wir noch die Schweissmaschine an und fabrizieren eine Flanschverbindung für die alte Widderpumpe. Da heute viel Trägerinnen bereit sind um zu arbeiten, geben wir schon mal einiges Material mit nach unten. Unten werden die letzten vier kleinen Säulen auf dem Kranz des Pumpenhauses verschalt und betoniert. Nun kann bald auch das Dach montiert werden. Anschliessend wurden auch die zwei 106 Meter langen Leitungen eingelegt und eingesandet bis etwa 40 Meter vor das Pumpenhaus. Unterwegs müssen wir die Leitungen über ein Bächlein führen. Dazu haben wir ein altes Stahlrohr als Brücke benützt. Momentan sind die Rohre mit Lianen und anderen natürlichen Materialien befestigt. Beim Reservoir wurde der Deckel aussen mal mit einer ersten Schicht betoniert. Da der Verantwortliche für den Zement nicht mehr da war, konnte nicht genügend Zement aus dem Depot geholt werden um fertig zu betonieren. Die Kiste mit den Pumpen ist seit heute zu uns unterwegs und wird voraussichtlich am Sonntag da sein. Es ist aber jetzt schon klar, dass wir leider bis zu unserer Abreise kein Wasser ins Dorf pumpen können. Dazu ist einfach zu viel Unvorhergesehenes passiert. Wir haben uns damit abgefunden und können gut damit leben. Wir schätzen, dass ein Kurzaufenthalt von zwei Wochen reichen sollte um die Arbeiten zu beenden. Mit Mission 21 müssen wir über das weitere Vorgehen noch sprechen. 

Ein tägliches Ritual möchte ich euch nicht vorenthalten. Ab 17 Uhr ist der Nachtwächter Tata Lenga da um diverse Arbeiten zu erledigen. Er ist bis 9 Uhr immer in und ums Haus beschäftigt. Ein Auftrag ist, dass er uns einen Eimer (8 – 10 Liter) warmes Wasser ins «Badezimmer» stellt. Aus diesem Eimer nehme ich mit einem Litermessbecher 3 Liter und fülle diese in einen zweiten Eimer den ich noch je nach Temperatur mit 2 – 3 Liter kaltem Wasser mische. Den Eimer stelle ich neben die «Badewanne» und bereite mich für die «Dusche» vor. In der Badewanne stehe ich neben ein bis zwei Spinnen und übergiesse mich mit Wasser. In dieser Badewanne zu sitzen würde niemandem einfallen 😊. Ab und zu macht eine Spinne einen Abstecher auf meine Beine. Normalerweise würde ich diese dann Ablauf runter spülen, aber dafür ist sie zu gross und das Wasser zu kostbar. Dann das übliche, schamponieren, einseifen, spülen und abtrocknen. Meistens reichen dazu ca. 5 Liter Wasser. Danach fühle ich wie neu geboren. Ich freue mich auf eine ausgiebige Dusche zuhause, wenn es nach der langen Trockenheit noch Wasser gibt in Riehen 😉.

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Auch Notebook Reparatur gehört zu unserem Alltag

Verbindung vom unteren Triebbecken an die Triebleitung
Verbindung vom unteren Triebbecken an die Triebleitung

(bez) Diese Nacht konnte David nicht so gut schlafen. In der Nacht hatte er ein Problem mit Ratten in seinem Zimmer. Obwohl er immer wieder einen Schuh nach ihnen schoss, kamen sie immer wieder von der Decke runter. Er vermutet, dass seine fehlenden Socken für den Nestbau entwendet wurden. Bei unserem Zimmer haben wir dieses Problem zum Glück nicht da die Decke noch dicht ist. Elisabeth hat dieses Problem aber in der Küche. Dort sind die heiklen Lebensmittel in Gefässen versorgt oder in Plastiksäcken an der Decke aufgehängt. Vor dem Morgenessen bereiten wir schon mal die Schweissmaschine vor um eine 106 Meter 50mm Leitung zu fabrizieren. Die Umstellung der Maschine auf die neuen Rohre durch die Mitarbeiter geht noch nicht ohne kleine Unterstützung. Ein Mittarbeiter vom Gesundheitsdienst kommt mit einem Notbook zu uns und bittet uns um Hilfe da er mit einem BIOS-Fehler aufstartet. Das Problem ist, dass die Daten nirgends gesichert sind und dies ist hier bei jedem Rechner so. Wir versuchen zuerst eine Lösung für die Datensicherung bevor wir uns dem BIOS-Problem mal widmen. Auch hier muss viel improvisiert werden. Während wir am Notebook arbeiten, werden draussen die dreimal 50 Meter Rohre zusammengeschweisst. Im Depot finde ich noch in Plastik verpackt die zwei vermissten Rohre. Diese wurden ohne mir zu zeigen vom Lastwagen direkt ins Depot gebracht. So kann ich, wenn ich noch Zeit habe ohne zu improvisieren im Pumpenhaus die Verrohrung herstellen. Gegen Mittag schauen wir auch noch bei dem Reservoir vorbei. Aussen wurde immer noch Mörtel aufgetragen und innen wurde Alles vorbereitet um den Deckel zu betonieren. Anschliessend wurde mit sehr vielen Leuten die zwei 106 Meterleitungen über die Felskante nach unten gebracht. Dies war wieder ein Spektakel. Das Problem war die Koordination all der Helfer. Vor allem die Mädchen wollten alle am gleichen Ort halten, obwohl wir ihnen dies in ihrer eigenen Sprache erklären liessen, dass sie immer drei Meter Abstand haben müssen. Dies entspricht dem Abstand von zwei Schweissstellen. Die grosse Leitung hatte ein Gewicht von 340 kg, die wir im steilen Gelände sehr vorsichtig transportieren mussten. Ihnen war die Gefahr, dass die Leitung nicht mehr gebremst werden und knicken kann am Anfang nicht bewusst. Erst als die Leitung sich selbständig machte und sich zwischen mehreren Bäumen schlangenförmig verhederte ohne zu knicken haben sie es langsam begriffen. Wir kamen alle inkl. den Leitungen gut unten an. Der grosse Stein wurde durch das Feuer zu wenig beschädigt und musste in Schwerarbeit entfernt werden. Nachdem der Graben fertig war konnte die kurze Triebleitung eingelegt, mit dem Triebbecken verbunden und eingesandet werden. Wir kamen erst wieder kurz vor dem Eindunkeln erschöpft nach oben. Als wir oben ankamen, erfuhren wir, dass die Kiste mit den Pumpen heute Nachmittag aus dem Zoll geholt werden konnte. Sie wird am Sonntag KIN verlassen und hoffentlich am Montagmorgen bei uns eintreffen. Am Abend bringt uns noch das Auto der Frauenarbeit leihweise einen Generator vorbei. Den werde ich erst morgen testen. Heute Abend regnet es zum ersten Mal richtig. Von weitem hörten wir schon den Donner. Der Regen war nur wie ein Landregen bei uns. Wir sind sehr froh dafür, da es nun hoffentlich weniger Staub gibt bei den Arbeiten.

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Kaum zu fassen, ohne Schmerzen

 

Montag 6.8.18 (ez) Es kommt erst heute wieder ein Eintrag, da wir gestern Abend zum Nachtessen beim Doktor Héritier eingeladen waren. Gestern arbeiteten die Männer, am Reservoir weiter und mit Instruieren der Rohrschweissanlage. Bernhard hat gerade den arbeitsbewussten Zoro darauf eingeführt und es wurden 400 Meter Rohre aneinander geschweisst. Danach wurde der lange Schlauch vom Reservoir bis zu den Felsen verlegt. Bernhard und David kamen mit ganz schwarzer Haut und erschöpft nach Hause. Bernhard fühlte sich nicht gut und legte sich nach dem zVieri und einer Dusche ins Bett. Er ist leicht fiebrig, hustet wenig und fühlt sich geschwächt. Er konnte aber gut schlafen.

 

So sind sie halt heute wieder losgezogen. Es gibt aber Probleme mit dem Generator bei der Quelle und so kam David nach zwölf Uhr wieder hoch. Brunot kommt auch immer wieder zum Haus. Es sei sehr ermüdend mit den Arbeitern, denen man zehnmal das gleiche sagt und sie wieder und wieder nicht machen was man sagt. Bernhard funkte mit dem Gerät, dass er sich an den Aufstieg macht. Er kommt geschwächt wieder hoch mit Fieber. Er schrieb selber davon

 

Dienstag 7.8.18 (ez) Bernhard hat einigermassen gut geschlafen, ist wieder subfebril und immer noch schwach. Er bleibt heute noch im Bett.  Nach der Küche aufräumen wollte ich in der Kühltruhe nachschauen, welches Fleisch heute gekocht werden sollte, da jagte es mir einen Hexenschuss ins Kreuz. Mit Müh und Not erreichte ich mein Bett, wo ich jetzt auch liege und warte bis sich die Muskeln entspannen. Draussen sind sie selbständig am Rohre zusammen schweissen. Nach der guten Schulung durch David gestern und heute Morgen, dürfen sie es selbständig. David musste zur Quelle runter um die Arbeiten dort zu überwachen. Brunot ist am Reservoir mit seinen Arbeitern, die heute fertig werden sollten mit der Innenzementierung. Gestern Abend vernahmen wir, dass sich Kabila heute oder morgen eventuell zur Wahl stellen wollte. Deshalb geht nun auf unbestimmte Zeit das Internet nicht recht. Sehr limitiert sind Wattsapps möglich.

 

Mittwoch 8.8.18 (ez) Heute ist Bernhard fieberfrei erwacht, ist aber immer noch geschwächt. Er bringt mir aber das Frühstück ans Bett. Ich leide immer noch sehr mit dem schmerzenden Rücken, vor allem beim Toilettengang, der halt sein muss. Der Kirchenleiter Stéphan kommt für mich beten. Am Abend gegen fünf Uhr stand ich langsam auf eine andere Art auf und oh Wunder ohne Schmerz. Gott sei Dank. Ich fühle mich noch nicht so sicher und bewege mich etwas langsam und ohne Verneigungen, also etwas steifJ Heute wird der wahre Grund genannt, warum das Internet nicht immer funktioniert, nämlich eine Rechnung nicht bezahlt. Und Kabila stellt sich gar nicht wieder auf…also es war eine Falschnachricht.

Donnerstag 9.8. (ez) Es ist wunderbar ohne Schmerzen unterwegs zu sein. Ein Genuss das Frühstück zuzubereiten, in der Küche wieder den Überblick gewinnen und Brotteig zu kneten. Bevor der Brotteig in den Ofen kommt, werde ich noch einen Zitronenbiscuit backen. Also wieder ein "normaler" Tag ;-)

 

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Triebleitung wird Transportiert

Triebleitung wird über die Felswand transportiert
Triebleitung wird über die Felswand transportiert

Aussen am Reservoir wurde noch eine Schicht aufgebracht, da sie noch keine 10 cm dick ist. Oben schweissten sie das Rohr mit 3 Meter Stücken zu 106 Meter zusammen. Ich fühle mich schon viel besser aber immer noch nicht 100%tig und werde mit David langsam nach unten gehen. Am unteren Teil des Grabens der Treibleitung wurde gearbeitet. Dieser Teil war bis jetzt blockiert gewesen, da darauf noch Sand und Steine für die Betonarbeiten des Pumpenhauses lagerten. Es kam wieder einmal ein grosser Stein zum Vorschein der über Nacht mit Feuer brüchig gemacht wird. Über das Funkgerät erfuhren wir, dass die Leitung fertig ist für den Transport. David ein Arbeiter und ich liefen zum vereinbarten Felswand hoch um die Leitung entgegen zu nehmen. Wir hörten von oben schon ein wildes Palaver von den Trägern. Es waren auch viele Mädchen dabei die helfen wollten. Es war ein Spektakel wie die Leitung über die Felswand runterkam und alle Träger durch den schmalen Felsweg runterkletterten um unten weiter zu helfen. Alle waren glücklich und stolz als die Leitung nach dem steilen Wald an ihrem Bestimmungsort ankam. Den Aufstieg musste ich sehr gemütlich angehen, da ich immer noch ein wenig geschwächt bin. 

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Malaria und Hexenschuss!

Mittwoch, 8.8. 2018 (sé) Anruf von Bernhard: Er hat Malaria. Am Sonntag begann es. Am Anfang war das Fieber noch nicht so hoch, am Montag höher. Er macht eine Kur. Jetzt geht es langsam besser. Elisabeth hatte einen zünftigen Hexenschuss, aber auch dieser ist am Abklingen.

 

Die Arbeit läuft nicht ganz nach Wunsch. Die Kunststoffröhren wurden am Sonntag über die Felsen verlegt. 350 Meter; und mit Erde bedeckt. Eine sehr staubige Angelegenheit. Jetzt müssen noch Rohre verschweisst werden. Weil das Gerät unten nicht funktioniert, müssen die Rohre im Dorf verschweisst werden und nach unten transportiert werden. Alles ist mühsamer als vorgesehen. Sie hoffen sehr, dass die Pumpe bis zum Wochenende in Matamba Solo eintreffen wird. Hoffentlich werden unsere Gebete erhört! Vielleicht funktioniert das Internet morgen wieder, dann können auch wieder Fotos gesandt werden.

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Schweissen-Schweissen

(bez) Ich bin immer noch müde und schwach und versuche am Mittag den neuen Generator zu Reparieren aber leider auch wieder ohne Erfolg. Der Generator hat viel Elektronik drin aber ohne Schema und geeignete Messgeräte ist es schwierig den Fehler zu lokalisieren. Das Reservoir bekommt aussen eine weitere Betonschicht. David instruiert und hilft beim Schweissen mit. Er hat immer wieder Diskussionen mit Hugo und Stéphane bezüglich unseres Einsatzes und deren Kosten. Es benötigt viel Diplomatie um klar zu machen, dass die Kosten für unseren Aufenthalt nicht nur von uns und Mission 21 getragen werden soll. Auch sie sollen eine Eigenleistung erbringen. Dasselbe ist mit dem Transport von Material, auch hier sollen die Transportkosten anteilsmässig aufgeteilt werden, was teilweise auch schon funktioniert. Am Nachmittag besuchen uns Stéphane und Hugo und erkundigen sich nach unserem Gesundheitszustand. Elisabeth geht es wieder gut.

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Keine Internet Verbindung mehr

07.08.18, 12:19 - Bernhard Zahnd: Liebe Christine. Wir sind nur noch per WhatsApp Textnachrichten erreichbar. So wie es aussieht, hat die Regierung fast alle Kommunikationswege blockiert. In KIN sind Panzer aufgefahren da voraussichtlich Kabila seine Kandidatur einreichen wird und dadurch ein grösserer Aufstand erwartet wird. Ich liege gerade mit einer Malaria im Bett. Es geht mir aber schon wieder besser. Bei der Lieferung der Röhren und Verbinder fehlen drei Teile; jetzt muss ich schauen, dass ich etwas improvisieren kann um noch Wasser ins Dorf zu bringen. Die Pumpen sind immer noch in KIN. Sie hätten gestern ausgelöst werden sollen. Die Person, welche dies macht, hatte einen Todesfall in der Familie. Mal schauen, wann er wieder Zeit hat. Das nächste Problem wird sein, dass die Strassen in KIN teilweise gesperrt sind und so die Pumpen auch nicht zu uns kommen. Jetzt hoffen wir, dass bis zu unserer Ausreise sich die Lage in KIN wieder beruhigt hat. Herzliche Grüsse Bernhard

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Probleme mit den Generatoren

Transport der Schweissmaschine
Transport der Schweissmaschine

(bez) Am Morgen ist das Fieber immer noch gleich hoch. Wir machen einen Malariatest der negativ ausfällt. Ich entscheide mich mit der Malariatherapie noch zu warten. Die Betonarbeiten im Innern des Reservoirs werden fortgesetzt. Ich nehme die Schweissmaschine auseinander damit sie nach unten gebracht werden kann. Das schwerste Teil mit ca. 50 kg hat jemand auf dem Kopf runtergetragen. Auch 20 Röhren wurden nach unten gebracht. Unten bereiteten wir Alles vor um die grossen Rohre zu verschweissen. Das Problem war, dass der Generator den wir bis jetzt gebraucht hatten nicht mehr zum laufen gebracht wurde. David ging mit ein paar Arbeitern ins Dorf um den zweiten Generator zu testen. Leider ohne Erfolg. So blieb uns nur noch die Lösung alle Rohre im Dorf auf die richtige Länge (54m und 106m) zusammen zu schweissen und nach unten zu ziehen. Das heisst, dass die Schweissmaschine wieder demontiert und nach oben gebracht werden musste. Unten wird gleichzeitig noch die halbe Verschalung für den Kranz des Pumpenhauses gefertigt und betoniert. Oben wurden bis zur Dunkelheit ein Teil der grossen Rohre (Durchmesser 110mm) zusammengeschweisst. Wir haben noch eine Besprechung mit den Ingenieuren. Ich bin sehr erschöpft und lege mich nach der obligaten «Dusche» ins Bett. Das Fieber ist nun auf 39.2°C und der zweite Malariatest ist nun positiv. Ich beginne die Behandlung mit der Malariakur und einem fiebersenkenden Mittel. David hat noch eine Besprechung mit Stéphane und Hugo.

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350 Meter Leitung werden verlegt

Instruktion an der Schweissmaschine
Instruktion an der Schweissmaschine

(bez) Die Betonarbeiten im Innern des Reservoirs fangen an. Die Arbeiten sind sehr schwierig, da alles Material auf 3.4 Meter gebracht werden und anschliessend mit einem Seil runtergelassen muss. Wir nehmen zum ersten Mal die Schweissmaschine in Betrieb. Wir können kaum arbeiten da viele zuschauen wollen. Die viermal 100 Meter Rohre für die Zuführung zum Reservoir werden als erstes zusammengeschweisst. Die Arbeiter können nicht glauben, dass diese Schweissung des Kunststoffrohrs mit 40mm Durchmesser halten kann. Mehrere versuchen beim Übungsstück die Schweissnaht zu brechen. Immer ohne Erfolg und mit grossem Staunen geben sie uns das Stück zurück. Diese 400 Meter werden anschliessend mit vielen Arbeitern durchs Dorf und anschliessend nach unten zur Felskante gezogen. Die schlimmste Arbeit war das Säubern und Schliessen des Grabens. Da es sehr steil war, kam immer wieder Sand runter. Momentan ist es hier sehr trocken und bei dieser Arbeit wirbelte es sehr viel Staub auf. Wir Weissen sahen sehr schwarz aus. Dazwischen kontrollierte ich noch die Materiallieferung von «Georg Fischer». Es fehlen drei Teile wobei eines falsch geliefert wurde. Jetzt muss ich was improvisieren damit wenigstens eine Pumpe Wasser ins Dorf bringen kann. Ich fühle mich nicht so gut und habe am Abend ein wenig Fieber, kann aber gut schlafen.

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Der Lastwagen ist da!!!

Der zerlegte Stromgenerator
Der zerlegte Stromgenerator

(bez) Bei dem Reservoir wird heute die zweite Betonschicht angebracht. Ich verlange, dass noch niemand in das Innere des Reservoirs geht da der Beton noch nicht genügend trocken ist und durch die Belastung Risse entstehen können. Die Armierungseisen für den Deckel wurden zu stark gebogen, so dass das Regenwasser nicht abläuft und der Deckel zu wenig stabil wäre. Dies wird in den nächsten Tagen noch angepasst. Das Problem ist, dass David und ich nicht gleichzeitig auf mehreren Baustellen sein können. Bevor wir runter gehen übergeben wir dem lokalen Pfarrer noch 60 Schulhefte und 130 Schreiber die er an Kinder von armen Familien verteilen wird. Die Witwen holen auch Wolle, Schaufeln und Buschmesser ab. Mit einem kleinen Team stellten wir unten beim Pumpenhaus die Hälfte der Verschalung für den Kranz her und fixierten ihn. Während den Arbeiten werden wir informiert, dass der Lastwagen angekommen ist. Oben veranstalteten sie Freudentänze. Wir sind sehr Glücklich und Froh, dass wir es doch noch erleben durften, dass ein Lastwagen innerhalb von 42 Stunden von KIN nach Matamba-Solo fährt ohne eine Panne. Der Fahrer ist nonstop ohne Schlaf durchgefahren. Hier gibt es keine Fahrtenschreiber. Wir überliessen den zwei Ingenieuren und den Arbeitern die weitere Arbeit und Verantwortung für die Verschalung und begaben uns nach oben. Bis auf die grossen Röhren war von uns schon Alles ausgeladen. Von den 12 kleinen und grossen Paketen und Kisten sind Alle angekommen. Nach einer kleinen Stärkung öffneten wir die Pakete und versorgten die kleineren Teile im Depot. Die Grossen liessen wir vor dem Depot stehen. Den neuen Generator wollte ich auch noch testen bevor wir ihn nach unten bringen. Leider fiel der Test und der anschliessende Reparaturversuch negativ aus. Der Generator hat eine elektronische Zündung die nicht funktioniert. Die Garantiezeit von zwei Jahren nützt uns hier auch nichts. Jetzt müssen wir mit dem alten Generator arbeiten und hoffen, dass er durchhält. Elisabeth hat seit gestern Darmprobleme und nimmt seit heute Abend nun Antibiotika. 

 

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Langer Arbeitstag

Unser Arbeitsteam vor dem Pumpenhaus
Unser Arbeitsteam vor dem Pumpenhaus

(bez) Heute essen wir schon um 7 Uhr. Als wir zum Bauplatz des Reservoirs kommen sind viele junge Frauen mit Kübeln voll Sand unterwegs. Sie bringen Sand zum Bauplatz, da wir zu wenig Sand haben für die Wand des Reservoirs. Der Sand wird noch im selbst gefertigten Sieb gesiebt. Die armierte Wand wird noch mit einer Schnur ins Lot gebracht, bevor die Arbeiter mit dem Betonieren der Aussenwand begannen. David und ich arbeiteten mit drei Arbeitern am Pumpenhaus. Wir verbanden die Säulen mit Armierungseisen zu einem Kranz. Dies verhindert, dass das Pumpenhaus auseinander brechen kann. Ein Teil der Verschalung konnten wir auch noch provisorisch anbringen. Der Schreiner fertigt aus Holz und Wellblech eine Tür. Ich habe vor, wenn alles Läuft, mal eine richtige Stahltüre zu organisieren die dem Projekt würdig ist 😊. Mit diesen Arbeitern war das Arbeiten sehr angenehm. Nach der Arbeit schauten wir uns noch Fischteiche und ein kleiner Garten an, welcher ein Jüngling angelegt hat. Im Garten wachsen Rüebli, Tomaten und Blumenkohl die Elisabeth mitgebracht hatte. Die Gegend ist sehr schön. Der Bach hat viele kleine Wasserfälle wie bei uns ein Bergbach nur sind wir hier in einem recht dichten Wald. Heute besuchte uns wieder mal Hugo Mbote der Direktor des Gesundheitsprojekts. Oben mussten wir zuerst wieder ein Süssgetränk und Baslerläckerli einnehmen bevor wir zu den Arbeitern beim Reservoir gingen. Wir wurden informiert was Alles gemacht wurde und stellten auch einige Fragen. Am Schluss informierte David, dass sobald der Lastwagen angekommen ist die Arbeit um 6:30 startet und bis um 17:30 gehen kann. Für das Essen ist jeder selber verantwortlich. Es wird mehrere Arbeitsequipen geben wo mindestens eine Person Verantwortlich ist, dass die Arbeiten sauber ausgeführt werden. Wir wissen langsam, welche Personen mitdenken und verantwortungsvoll und sauber arbeiten. Das Problem wird aber sein, dass die meisten jung sind und sich nicht unbedingt durchsetzen können. Dies Problem werden wir noch mit der örtlichen Projektleitung ansprechen und eine Lösung finden. Anschliessend wurden die drei Maurer zu uns gerufen für eine Aussprache. David sagte ihnen, dass sie gestern nachdem wir den Bauplatz verlassen hatten, sehr schlecht gearbeitet wurde. Die obersten Zementsteine wurden nicht verputzt und der Mörtel lag noch dick eingetrocknet oben- und nebendran. Die Säulen wurden aussen auch nicht verputzt und der Mörtel lag eingetrocknet am Boden des Pumpenhauses. Wir erwarten von ihnen, dass sie sauber und zuverlässig arbeiten auch wenn wir nicht dabei sind. Anschliessend trafen wir uns mit 23 Witwen und 2 Witwer und Stéphane Kabongo in der Kirche um über die Verwendung von Spendengelder und Material zu sprechen die wir erhalten haben. Wir verlangen von ihnen, dass sie uns einen Vorschlag unterbreiten um die Spenden nachhaltig einzusetzen. Wir sagten ihnen, wenn wir euch etwas Gutes für einen Tag geben möchten würden wir Allen einen Fisch verteilen. Wenn wir aber etwas Gutes für Jahre geben, werden wir Allen eine Angelrute verteilen. Was wir in KIN und in der Schweiz schon mal eingekauft haben sind Wolle, Häkchen, Hacken, Eimer mit Wasserhahnen und Auffangbecken um die Hände unter fliessendem Wasser zu waschen. Morgen werden sie bei uns mit einem Vorschlag vorbeikommen. 

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Kichererbsen?

Mit den 23 Witwen in der Kirche
Mit den 23 Witwen in der Kirche

(ez) Heute essen wir doch tatsächlich um sieben Uhr unser Frühstück. Guacamole, Rührei mit Zwiebeln und PiliPili , Bananen, Erdnüsse, Brot, Margarine, Konfi, Honig und natürlich den Tee citronelle dazu. Bruno geht mit den Arbeitern sofort nach dem Essen zum Reservoir. Er erhält täglich eine grosse Flasche Wasser von  mir (heute waren es zwei, langer Tag und heiss!) und um die Mittagszeit bringe ich ihm sein "Pic-Nic". Ich werde manchmal von grösseren Mädchen und Jungen angesprochen, dass ich ihnen auch etwas essen bringen soll. So erkläre ich, dass Bruno zu unserer Ingenieuréquipe gehört und ich schauen muss, dass es ihm gut geht ;-) darauf folgt ein fröhliches Hallo mit der Wiederholung meiner Worte ;-)

Der Apotheker filterte heute den gestern aufgekochte Honig mit Wasser verdünnt. Dann fügten wir von meiner Trockenhefe eineinhalb Suppenlöffel zu und schüttelten etwas den Bidon. Am Tag soll der Bidon an der Sonne stehen und in der Nacht hüten wir ihn in der Stube. So werden wir in fünf Tagen Honigwein trinken, ein Rezept von Hans-Martin Hirt.

Heute klappte es, dass wir uns mit den Witwen treffen konnten um siebzehn Uhr. Sie freuen sich über die Gaben, morgen wird die Präsidentin Mama BiBi mit der Vizepräsidentin die Wolle und Diverses, was wir in KIN schon einkauften bei uns abholen. Es wurde erklärt, dass die diversen Sachen wie ein Kleinkredit sein sollen, und sie damit arbeiten sollen, damit sie übermorgen auch noch zu essen haben.

Zum z'Nacht gabs Kichererbsen und feines Ragout. Mama Adèle, die mir gerne über die Schulter schaut in der Küche, fragte mich, was ich da zubereite? Sie musste herzlich lachen über das Wort Kichererbsen.

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Produktion von Honigwein

(bez) Brunot bereitet heute mit den Arbeitern alles soweit vor, dass sie morgen die erste von zwei Aussenschichten Beton anbringen können. Dies bedeutet, dass das Armierungseisen aussen und innen mit Hühnernetzdraht eingepackt wird. Innen werden noch lokal fabrizierte Bambusmatten angebracht. Diese verhindern, dass der Beton innen runterfällt. Davids Fuss geht es wieder sehr gut, so dass er wieder mit mir runterkommt. Beim Pumpenhaus werden die letzten Säulen ausgepackt und die zwei Seitenwände gemauert. Beim oberen Triebbecken bringen wir mal provisorisch die Aussenverschalung an. Der Lastwagen mit den Röhren ist nun seit heute 18 Uhr unterwegs und sollte nach Plan am Samstag ankommen. Die Kiste mit den Pumpen sollte spätestens am Samstag aus dem Zoll kommen und am Sonntag oder Montag bei uns sein.  Am Nachmittag stellen wir einen Arbeitsplan auf um alle nötigen Arbeiten auszuführen damit wenigstens eine Pumpe Wasser ins Dorf bringt. Für Alles wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht reichen. Um 17 Uhr sollten wir uns noch mit den Witwen und Stéphane Kabongo treffen um zu besprechen wie sie mit Material und Spendengelder umgehen, damit sie nachhaltig davon profitieren können. Auch möchten wir wissen was sie schon Alles unternommen haben mit Material und Gelder die sie von Spendern erhalten haben. Um 17 Uhr war von den Frauen noch niemand dort. Um 17:20 waren fünf Frauen in der Kirche. Wir verschoben das Treffen um einen Tag und hoffen, dass mehrere Frauen anwesend sein werden. Danach schauten wir noch zu wie Lubra, der Apotheker, uns einen Honigwein herstellte nach einem Rezept von Hans-Martin Hirt, der wie schon gesagt vor über 30 Jahren hier für sechs Jahre lebte. Den Honigwein können wir frühestens nach einer Woche degustieren. 

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Das Reservoir nimmt Form an

(bez) In dieser Nacht habe ich zum ersten Mal den Reissverschluss meines Sommerschlafsacks geschlossen, da es am Abend schon kühl war. Die Arbeiten begannen wieder beim Reservoir. Heute müssen alle Armierungseisen der Seitenwand angebracht werden. Dies sind 1116 Kreuzungspunkte die mit Draht fixiert werden müssen. David musste immer wieder intervenieren weil auf dem Platz niemand versteht dass die Eisen immer gleich lang sein müssen damit das runde Reservoir nicht wie eine Banane aussieht oder wie ein Kegel. David musste mal kurz weg und als er zurück kam ging die Wand oben immer mehr auseinander. Sie mussten 186 Verbindungen wieder lösen. Sie wollten aber nicht. David sagte ihnen nur, wenn ich hochkomme und dies sehe müssen sie noch mehr öffnen 😉. So öffneten sie alle Verbindungen und passten den Kreis entsprechend an. Vor allem ein Mitarbeiter ist sehr resistent gegen Informationen die er noch nie gehört hat. Die jüngeren würden dies noch verstehen, können sich aber nicht durchsetzen. Ich ging vor dem Mittag mit fünf Arbeitern zum Pumpenhaus runter um noch die zwei letzten Säulen zu betonieren und sonst noch kleinere Arbeiten zu erledigen. Nach einem kleinen Tagestrunk (Palmwein) bereitete ich mich an der Quelle für das tägliche Wasserfiltern vor. Schon kam ein junger Arbeiter und fragte mich ob er pumpen darf. Ich war sehr froh, da ja das Pumpen doch recht anstrengend ist. Hoch bin ich alleine gelaufen. Ich geniesse es so sehr, da ich den Geräuschen zuhören kann. Es ist hier aber nicht eine grosse Geräuschkulisse wie ich sie im Dschungel von Malaysia erlebt habe vor 34 Jahren. Oben war ich dann noch 2 Stunden beim Reservoir. Zusammen mit David mussten wir immer noch viel intervenieren und informieren. Wir werden die wichtigsten Personen nochmals Schulen müssen.
Vom 1. August haben wir nichts gemerkt, es war ein harter Arbeitstag. Das späte z’Vieri (Süssgetränk mit Focaccia) und das Nachtessen mit Risotto und Pilzen erinnerten uns an unser Zuhause.
Soeben habe ich noch erfahren, dass der Lastwagen mit den Röhren erst morgen KIN verlassen kann. Er ist beladen und bereit für die Abfahrt. Er konnte heute nicht abfahren da die Ausfahrtsstrassen gesperrt waren, weil der Oppositionsführer Bemba nach 11 Jahren zurück kam. Die Ebola ist wieder im Kongo ausgebrochen. Diesmal ist sie ganz am anderen Ende (ca. 2000 km) von uns ausgebrochen.

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Wintereinbruch

 

(ez) Gestern war Backtag. Das heisst ich habe ein Brot gebacken   und einen Orangenbiscuit zum Zvieri, oder nach getaner Arbeit. Der Biscuit wurde genossen und bis zum letzten Brösmeli aufgegessen. Heute ist Waschtag, unsere Betten sind gestern gewechselt worden und Mama Adèle sammelt heute auch unsere Schmutzwäsche zusammen und erhält den letzten Rest meiner Flüssigseife von mir. Ab jetzt müssen sie mit ihrer herkömmlichen Seife, die sie selber herstellen zurechtkommen. Das Geschirr wird auch damit gewaschen ;-). Ich selber habe meine Hände den ganzen Morgen im Wasser. Zuerst wasche ich die Pilze für heute Abend dix fois! wie man mir sagte und danach wasche ich meine Küchenlappen und die Küchentücher. Nun sind meine Fingernägel so sauber wie schon lange nicht mehr...ein gutes Gefühl. Heute Morgen kamen wir kaum aus den Betten, da es soo kalt war 19°C.Dies ist der erste Tag wo wir unter 20°C haben. Für die Leute hier ist dies sehr kalt. Sie stellen sich den Winter so vor. Sie sind gestern Abend schon früh nach Hause und ins Bett gegangen  weil es dort am Wärmsten ist. Mit David hat Mama Adèle erbarmen und stellt ihm den kleinen Ofen mit glühender Holzkohle aus ihrem Feuer auf die Veranda. Sehr angenehm! Davids verstauchtem Fuss geht es schon besser, aber heute ist noch schonen dran, so bleibt er hier Oben.            

 

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Der Boden des Reservoir ist betoniert

Pumpenhaus
Pumpenhaus

(bez) David konnte gut schlafen, hatte aber Schmerzen beim Aufstehen. Heute wird er sich schonen und im Dorf bleiben. Zusammen mit Brunot versuchten wir mit dem Gewindeschneider aus China auf die alten Stahlrohre Gewinde zu schneiden. Wir waren nicht erfolgreich, da der chinesische Gewindeschneider aus sehr schlechter Qualität ist und die Rohre nur verletzte. Der Profigewindeschneider ist leider immer noch in der Kiste in Kinshasa . Zum Glück hatte es noch ein paar Rohre, wo die Gewinde nicht abgeschnitten waren, die wir verwenden konnten. Bis wir all dies erledigt hatten, war über eine Stunde vergangen. Wir mussten noch Steine für den Beton organisieren, da der Vorrat nicht reichte. Die Mädchen brachten in ihren Traggestellen die entsprechende Menge. Die Qualität war sehr schlecht, da es noch viel Verunreinigungen drinnen hatte. Bis dann noch die Armierung des Reservoirbodens ausgerichtet und die Verschalung fixiert war, ist schon 12 Uhr gewesen. Nun konnte mit dem Betonieren angefangen werden. Am Nachmittag ging ich mit vier Arbeitern zum Pumpenhaus um eine Säule auszuschalen und die letzten zwei einzuschalen. Die Armierung der hinteren Wand wurde auch noch fertiggestellt. Heute kamen noch ein paar grössere Mädchen und erkundigten sich über die Arbeiten und die Funktion des Widdersystems. Ich konnte es ihnen nicht erklären aber die Arbeiter erklärten es ihnen. Zwei von den Mädchen wollten mir noch die Hand geben da sie noch nie von einem Mundele (Weisser) per Handschlag begrüsst wurden. Heute hatte ich erst nach 17:30 Feierabend und genoss das warme Wasser zum Waschen. Davids Fuss geht es am Abend ein wenig besser. Elisabeth pflegt ihn zweimal am Tag mit Voltaren und Einbinden. Der Doktor meinte, dass er für eine Woche das Haus normalerweise nicht verlassen darf.

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Test für angehende Händler

Die Säule wird betoniert
Die Säule wird betoniert

(bez) Nach dem Morgenessen gehen wir wieder Richtung Reservoir werden aber unterwegs bei der Kirche von Hugo und Stéphane aufgehalten um die neusten Neuigkeiten bezüglich des Transportes unseres Materials auszutauschen und Aktionen zu planen. Sie machen gerade einen Test in der Kirche für jene Personen die gerne mit Waren handeln möchten. Die Aufgaben könnt ihr unter den Fotos in Französisch nachlesen. Mit Brunot besprechen wir die Arbeiten beim Reservoir. Heute wird die Armierung des Bodens fertiggestellt und die seitlichen Eisen daran befestigt. Wir erklären viel und dies immer wieder aber es passieren immer wieder Fehler. Teilweise muss es korrigiert werden und gewisses lasse ich einfach sein oder mache einen Kompromiss. Wir können ja nicht Alles selber machen, sondern die Arbeiter müssen unser Vorgehen mit Praxiserfahrungen lernen und verstehen. Wir gehen wieder für kurze Zeit zum Bauplatz beim Pumpenhaus runter. David verstaucht sich den Fuss. Nicht auf dem schwierigen Weg nach unten, sondern auf der Baustelle. Er musste sich unten ruhig halten und konnte nicht mehr in Rekordzeit hochlaufen. Oben wurde er nach einer «Dusche», von Elisabeth mit Voltaren eingesalbt und eingebunden. Unten wurde noch die dritte Säule betoniert und an der vorderen Mauer weiter gebaut. Zum Mittagessen gibt es eine Rösti mit Spiegelei, Landjäger, Linsen und gesalzene Mandeln « Made by Elisabeth». Habe anschliessend noch beim Eisenlegen geholfen. Bei dieser Arbeit ist es sehr wichtig, dass jemand von uns dabei ist, da sonst das Eisen nicht genügend mit Beton überdeckt wird, dadurch rostet und der Beton abblättert. Beim Reservoir ist mir sehr wichtig, dass es gut gebaut wird, dicht ist und lange hält. Mal schauen ob all diese Kriterien erfüllt werden. Zum Nachtessen grilliert Elisabeth uns kleinere Fische, welche wir mit Reis essen. Der Lastwagen wird morgen in KIN beladen, ob die Pumpen dabei sein werden wissen wir noch nicht. Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wir haben aktuelle Fotos vom Lastwagen gesehen und die sehen schon mal vielversprechend aus.

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Grillfest

Bauarbeiten am Pumpenhaus
Bauarbeiten am Pumpenhaus

(bez) Um 9 Uhr gehen wir Richtung Kirche und schauen uns beim Reservoir die ausgeschalte Arbeit von gestern an. Um 9:20 waren wir zusammen mit den Pfarrern, dem Animateur und den zwei Trommlern die einzigen in der Kirche. Wir sangen und trommelten bis 9:30 bis der Gottesdienst mit etwa zehn Besucher anfing. Heute traten nur zwei Chöre auf, dafür sehr gute. Kurz nach 11 Uhr waren wir wieder draussen. David organisierte, dass jemand für uns einige Hühner und Futter kaufen soll, damit wir für das Abschlussfest was Gutes grillieren können. Im Dorf gibt es keine Hühner, die unseren Vorstellungen entsprechen, zu kaufen. Wir möchten nicht nur Haut und Knochen essen. Morgen geht jemand in ein Nachbardorf und versucht dort Hühner zu finden. Diese werden wir dann noch zwei Wochen füttern und erhalten zusätzlich noch ein paar Eier. Da wir heute Abend ein Teil des Fleisches von gestern grillieren, überlegten wir, wie wir dies ohne Kugelgrill anstellen könnten 😉. Vom Fass halbieren über Spiesse in den Sand um ein Feuer stecken kamen wir auf die einfache Feuerstelle aus Blech mit einem Grillaufsatz, die hier jeder Haushalt hat. Nach einem kleinen Mittagessen (Spargelcremesuppe, Brot mit Avocadoaufstrich, Bananen und Erdnüsschen) gings wieder an die Arbeit. Im Dorf besprachen wir zuerst mit Brunot die Arbeiten am Reservoire und gingen anschliessend runter zur Pumpenhausbaustelle. Die ausgeschalten Säulen sahen für hiesige Verhältnisse gut aus. Die dritte Säule ist nun eingeschalt und mit dem Mauerbau wurde begonnen. Heute schafften wir es in 15 Minuten hochzulaufen. Der Schweiss lief nur so runter. Nach einer Erholungsphase und der Begehung der Baustelle im Dorf, bereiteten wir uns für den Grillplausch vor. Elisabeth hat das Fleisch mit Oel, Salz, Knoblauch und Pili-Pili mariniert. Zum Fleisch gab es Teigwaren-, Kartoffel- und Fruchtsalat mit Salz und Chili. Zum Dessert gab es noch Schoggibananen. Wir haben das Essen im Freien sehr genossen. Es fehlte nur noch der entsprechende Wein dazu.

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