1. Tag: Reise Basel - KIN

(bez) Wir sind Alle gut in Kinshasa (KIN) angekommen. Aber alles der Reihe nach. Um 4 Uhr wurden wir von einem ghanesischen Taxifahrer abgeholt. Es war eine kurzweilige Fahrt. Er hat erzählt, dass er als Kind auch Wasser tragen musste. Er hat auch gesagt, dass das Wasser das Leben ist. Dies ist auch der Leitspruch auf unserer Homepage. Am Bahnhof hatten wir Mühe,  die sieben Gepäckstücke zum Zug zu bringen da es am Bahnhof  keine Gepäckwägeli mehr gibt. Wir kamen aber noch rechtzeitig mit dem Gepäck im Zug an. Das war der erste Schweissausbruch, die grösseren folgten noch später. Im Zug merkte Elisabeth, dass sie das Halbtax zuhause schon aus dem Portemonnaie genommen hat. Im Kongo nützt dieses ja nichts! Mit 5 Fr. Zuschlag konnte dieses Problem einfach gelöst werden. In Zürich ging fast alles reibungslos. Bei Check-in kamen alle Koffer mit 23 kg durch obwohl sie knapp drüber waren. Mein Handgepäck war mit 16 kg vier Kilogramm zu schwer. Ich musste in paar Sachen bei Elisabeth in den Koffer und in die Handtasche tun und schon war auch dieses Problem gelöst. Uff! In Paris ging das Chaos richtig los. Wir landeten um 9 Uhr in Paris und mussten um spätestens 10:10 am Gate sein. Als wir Richtung Zoll liefen stand eine riesen Menschenmenge vor uns die warteten. Elisabeth fragte jemand vom Flughafenpersonal ob wir da schneller durchkommen könnten, da wir den Flug nicht verpassen wollen. Es gab keine Ausnahme. So stellten wir uns eben nicht ganz hinten an. Auf die Uhr schaute ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr da es mich nur noch mehr gestresst hätte. Die nächsten Zeitangaben sind nur noch Schätzungen. Um 10 Uhr waren wir endlich durch die Passkontrolle. Dann folgte der Irrweg zum nächsten Terminal. Man schickte uns so, dass wir den Transitbereich verliessen. Am Terminal endlich angekommen müssen wir den Sicherheitscheck nochmals über uns ergehen lassen. Auf der Anzeige blinkte schon, dass die letzte Gelegenheit ist in den Flieger zu steigen. Auch hier müssen wir anstehen und beim Check kamen wir nicht ohne Probleme durch. Mein Koffer musste nochmals durch die Kontrolle und wurde auch noch von Hand kontrolliert. Ich will hier gar nicht beschreiben wie uns zu Mute war. Den Koffer konnte ich nur noch fluchtartig packen und rannte zum Gate, welches natürlich eines der letzten war. Elisabeth lies ich einfach stehen. Keuchend am Gate angekommen sehe ich jemandem mit einem Zettel mit Namen der vermissten Personen. Er strich uns von der Liste und wir konnten als letzte in den Flieger steigen es war 10:40 und der Flieger hätte 10:30 abfliegen sollen. Es fiel uns ein riesiger Stein vom Herzen und der (Angst)-Schweiss störte uns nicht mehr. Ein paar Leuten reichte es nicht mehr und ihr Gepäck musste wieder in mühsamer Arbeit aus dem Flieger genommen werden. Um 11:10 flogen wir ab. Der Flug verlief reibungslos und war für uns kurzweilig. Elisabeth hat ein Buch gelesen und ich habe die Grundlagen für den Maurer studiert. Zwischendurch haben wir noch einen Film geschaut. Die Landung um 17:35 Lokalzeit (-1h) wurde mit Applaus gewürdigt. Vor der Passkontrolle realisierte Elisabeth, dass der Impfausweis unauffindbar war. Ohne Impfausweis gibt es keine Einreise in den Kongo. Da wir aber im Kongo sind, denkt ihr jetzt sicher mit Geld geht das schon 😉. Zum Glück hatten wir noch eine Kopie des Impfausweises dabei. Bei der Kontrolle liess er Elisabeth nicht durch und stellte sie auf die Seite. Er sagte er benötige das Original. Wir erklärten ihm, dass es unterwegs verloren ging. Er fragte uns was wir im Kongo machen und wo wir sind. Nach einer gewissen Zeit sagte er Elisabeth, dass er sie ausnahmsweise einreisen lässt und dies nicht mehr vorkommen darf. Wir waren sehr erleichtert. Alle sechs aufgegebenen Gepäckstücke kamen an und am Zoll gab es auch keine Probleme. Um 19 Uhr wurden wir von der CEK Hr. Blais abgeholt. Beim Ausgang warteten wir noch auf David, dessen Flug um 18:55 ankam. Wir waren überglücklich, dass wir nun zusammen bei guter Gesundheit das Wasserprojekt im Kongo weiterführen können. Auf der Fahrt zur Unterkunft hatte es nur zwei kleinere Staus, so erreichten wir unser Ziel in Rekordzeit. Brunot treffen wir auch noch im Guesthaus an, nun ist das Team komplett. Nach dem gemeinsamen Nachtessen wollten wir noch kurz was schreiben aber das W-lan funktionierte nicht. So legten wir uns nach einem ereignisreichen Tag völlig erschöpft ins Bett.

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