Triebbecken in Agriff

(bez) Gestern 3.8.17 musste zuerst der grosse Generator repariert werden bevor wir zur Quelle konnten. Ohne diesen Generator haben wir am Abend zu wenig Strom um ins Internet zu kommen. In unserer Abwesenheit wurde die volle Batterie in ein Auto eingebaut so dass wir am Abend keinen Strom mehr hatten.  Für uns ist dies schon Lebenswichtig geworden. Die Missionare die bis 1996 hier arbeiteten mussten Monate warten bis sie eine Antwort auf einen Brief erhielten. So hat sich die Zeit verändert. Nach 13 Uhr stiegen wir nach unten, dabei hatte David auf einmal Schmerzen im Knie und dies nur beim abwärts laufen. Unten musste zuerst ein PVC-Rohr so gebogen werden, dass es im Graben zwischen die Felsen passte. Der Graben war 2 Meter tief.

Heute 4.8.17 besprachen wir uns am Morgen mit Kirchenleiter der CEK Stéphane Kabongo und dem Projektkoordinator Jules Tsengele über das weitere Vorgehen. Es sind einige gute Ideen vorhanden die wir vorgängig mit M21 besprechen werden. Unser aktuelles Ziel ist es, die Wand des oberen Treibbeckens und das Fundament des unteren zu betonieren.

David hat immer noch Schmerzen beim abwärts laufen. Die Leute lachen ihn aus, weil er mit einem Stock abwärts läuft.

Das ausgeschalte Fundament sah sehr gut aus. Mit der Verschalung der Wand wurde gestartet und beim unteren Triebbecken wurde ein Teil des Eisen gelegt. Ohne unsere aktive Arbeit, Informationen und Korrekturen würde hier nichts gehen. Auch wir müssen viele Kompromisse eingehen. Beim aufwärts steigen nehme ich den Stock für David mit, damit er am nächsten Morgen wieder einen hat. Nun werde ich ausgelacht. David läuft wieder ohne Probleme im rasanten Tempo hoch. Wir sind weiterhin sehr motiviert an diesem Projekt zu arbeiten.

 

(ez) 4.8.17 Ich erzähle wieder mal von meinem Tag. Meist laufe ich mit dem Funkgerät im Hosensack umher. Ich bin so immer erreichbar, falls es eine Message oder Anordnung von der Baustelle gibt.

Nach dem Frühstück gebe ich Mama Palassi Bescheid, wenn sie wieder Brot für uns backen soll. Sie macht uns auch «Beignets» die feinen frittierten Teigkugeln. Die Naturalien dafür bringe ich ihr aus «meinem» Bestand. Dann setze ich mich vors Haus und häkle. Da gesellt sich auch Mama Kongo dazu und zwei Mädchen, wenn sie Zeit haben. Für die Köchinnen gab es schon Zwei Kopfbedeckungen, auf die sie sehr stolz sind. Der Comptable (Buchhalter) wollte unbedingt auch so eine Kappe, die wir ihm aber für 2000 Francs Congolais verkauften (David hat mitverhandelt). Mama Kongo erhält das Geld, nachdem viel palavert wurde, dass es Arbeit sei, so etwas zu Häkeln und Arbeit bezahlt werden will. Mit der Köchin bespreche ich, was gekocht wird und gebe ihr die Zutaten. Heute gibt es für uns Spagetti, diese koche ich immer kurz bevor wir selber essen. Am Nachmittag gebe ich Häkelstunde. Die Köchin ist die fleissigste, sie hat schon einen ganzen Topflappen fertig gestellt, sie sagt, jetzt habe ich für beide Hände einen Topflappen. Den ersten habe ich ihr geschenkt.

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