Besteigung einer Palme

Palmkletterer mit Gurt aus Pflanzenmaterial
Palmkletterer mit Gurt aus Pflanzenmaterial

(bez) Auch heute geht das Warten auf das Material weiter. Die Meinungen wie weit der Lastwagen entfernt ist gehen von 40 bis 100 Kilometer. Bei euch im Norden steht man 12 Kilometer vor dem Gotthard und verliert 3 Stunden bei uns bleibt man ohne Stau stecken und verliert Tage, wenn nicht sogar Wochen. David und ich spielen viel zusammen um uns die Zeit zu vertreiben. Einem Jugendlichen gaben wir den Auftrag uns ein KUBB-Spiel zu schreinern. Er sagte am Morgen um 11 Uhr, er macht dies in einer Stunde. Wir warten beim Eindunkeln immer noch darauf. Wir haben gehört, dass er mehr benötigt Zeit um den König zu schnitzen. Zum z’Mittag kocht uns Elisabeth wenn wir im Dorf sind immer ein Süppchen, welches wir sehr geniessen. Heute gab es ein scharfes Kartoffelsüppchen mit Rosmarin aus unserem Garten in Riehen. Am Nachmittag schauten wir zu wie einer auf Palmen klettert und die Nüsse zum Essen und für Palmöl holt. Als Steighilfe fabrizieren sie einen speziellen Gurt aus natürlichen Materialien. David und ich versuchten es auch. Aber keine Angst wir kletterten nur ein paar Meter hoch. Um 15 Uhr schauten wir uns den langweiligen kleinen WM-Final an. Anstelle von Pop Corn wurden uns grillierte Bananen und Erdnüsse angeboten. Vor dem Nachtessen kommen noch Stéphane Kabongo der Leiter der CEK und Jules Tsengele der lokale Koordinator von Mission 21. Beim Nachtessen besprechen wir die Problematik des Transportes. Der Lastwagen hat schon wieder eine Panne und ist nach glaubwürdigen Angaben ca. 65 km von uns entfernt. Wir suchen gemeinsam eine Lösung damit wir wieder Arbeiten können. Es wird nun versucht aus dem Nachbardorf Pelende die nötigsten Materialien zu besorgen, so dass wir wenigsten schon was betonieren können. Pelende ist ca. 30 km entfernt. Da nur ein Pickup zur Verfügung steht, können wir nur wenig Material transportieren. Momentan wird abgeklärt ob das Material überhaupt im Dorf vorhanden ist. Da auch gewisse Lebensmittel (Zucker, Öl, Weissmehl etc.) ausgehen versuchen wir diese hier im Dorf zu organisieren. Ihr seht hier gibt es immer wieder was zu improvisieren und organisieren. Erschwerend kommt dazu, dass das Mobilnetz teilweise tagelang ausfällt.

Der Jugendliche der uns das KUBB-Spiel schreinert zeigt uns vor dem Nachtessen sein Tagewerk. Den König hat er perfekt gefertigt. Es fehlen nur noch die Bauern die wir morgen erhalten werden. Wir freuen uns schon sehr auf das erste Spiel und sind gespannt wie das Spiel im Dorf ankommt.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas Widmer-Huber (Samstag, 14 Juli 2018 21:24)

    Danke, Bernhard,
    KUBB, ja, da würde ich am liebsten mitspielen. Am Familientreffen und am Moosrain-Fest habe ich kürzlich wieder gespielt. Ich wünsch Euch die nötige Geduld zum warten - und dann Gelingen. Herzliche Segenswünsche aus Riehen,
    Thomas