Das Pumpenhausfundament ist fertig

Fertiges Fundament mit Abschattungen
Fertiges Fundament mit Abschattungen

(bez) Heute gingen wir früh an die Arbeit. Die Frauen haben ab 7 Uhr den Zement nach unten gebracht. Wir liessen die Säcke halbieren, so dass sie «nur» 25 Kilo tragen mussten. Dies ist die gleiche Masse die sie normalerweise als Wasser hochschleppen. Bevor wir Runter gehen, packen wir unseren Rucksack mit leeren PET-Flaschen, Wasserfilter, Apotheke, Balisto und Bananen. Heute kommt noch ein Akkupack und ein Lautsprecher mit. Zuerst wurden noch die Verschalung des Pumpenhausfundament fertiggestellt und das Armierungseisen mit Steinen unterlegt. Zwei Equipen bereiteten schon mal die erste Ladung Beton vor. Zu ihrer Freude haben wir einen Lautsprecher in eine Palme gehängt und kongolesische Musik laufen lassen. Gesammthaft wurden 11 Säcke Zement, 22 Garetten Sand und 33 Garetten Steine verarbeitet. Dies entspricht einem Volumen von 1.8 m3. Stéphane, Hugo und Shay, der Präsident des Wasserkomitees, kommen auch runter und schauen sich die diversen Baustellen an. Sie sind sehr beeindruckt. Nach 2 Uhr sind die Arbeiten fertig und wir füllen unsere PET-Flaschen mit gefiltertem Wasser. Dies dauert lange und ist anstrengend. Heute filtern wir 7 Liter. Für eine 1.5 Liter Flasche muss die Pumpe (Katadynfilter) 100 Mal betätigt werden. Das hochlaufen ist wie immer sehr anstrengend und Schweisstreibend. Oben werden wir von Stéphane, Hugo und Shay erwartet und erhalten einen Honigwein. Hans-Martin Hirt ein ehemaliger Missionar, welcher vor über 30 Jahren hier war, hat ihnen gezeigt wie dieser hergestellt wird. Ich habe den Honigwein lieber als den Palmwein aber gegenüber einem Amarone ist es kein Vergleich 😉. Sie holen noch einen Tisch und stellen uns ein traditionelles Essen (Luku, Bundu und Fisch) auf, welches wir von Hand essen. Wir hatten einen regen Austausch. Anschliessend hatten wir wieder unser Süssgetränk mit Baslerläckerli. Für Glace reicht es bei uns leider nicht da die Kühltruhe kein Tiefkühlfach hat. Anschliessend kamen die drei Ingenieure für die Weiterbildung. Kurz vor dem Essen konnten wir uns noch waschen. So geht wieder ein Tag im Nu vorbei. Auch das Internet geht wieder.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Fässler Helmut (Freitag, 27 Juli 2018 17:27)

    Euch allen vielen Mut in dem Hexenkessel von Matamba-Solo. Viel Geduld für die Herauslösung der wichtigen Güter aus dem Zoll. Das Jesus wirklich mich lieb hat, habe ich wirklich erst erfahren, als ich jeweils machtlos den Zollbeamten in Kinshasa oder in Matadi ausgeliefert war und mich in ihnen selbst erkennen konnte. Es wir alles Gut werden. Hanni und ich wir sind stündlich bei Euch und wegen den Geld/Budget macht Euch mal keine Sorge - der Vater im Himmel weiss......
    Hanni und Helmuth