Metzgete

Arbeiter beim Herstellen eines Armierungsnetzes
Arbeiter beim Herstellen eines Armierungsnetzes

(bez) Bei der 4. Etappe muss eine kleine Verschalung auf dem Fundament angebracht werden um den Beton mit der Armierung aufbringen zu können. Daneben werden 76 Armierungseisen zu zwei Armierungsnetze für den Reservoirboden mit Eisendraht zusammen verbunden. Pro Netz sind dies 175 Drahtverbindungen. Brunot blieb wieder oben bei der Baustelle für den Bau des Reservoirs und David und ich marschierten in 7 Min und 30 Sekunden zu den Baustellen bei der Quelle runter. Beim Runtergehen stäubt es sehr da wir viel im weichen Sand gehen. Dies ist sehr angenehm beim runterlaufen. Beim hochlaufen um so anstrengender, drei Schritte vor und ein Schritt zurück 😊. Die beiden Verschalungen für die zwei Säulen stellen wir noch fertig und füllen sie mit je 80 Liter Beton. Bis dies alles vollbracht war, war es auch schon nach 14 Uhr. Wir Arbeiten normalerweise ohne Mittagessen durch. Wenn wir Zeit haben essen wir ein Balisto- oder Farmerstängel mit einer Banane. Gestern gingen die Bananen aus. Elisabeth sagte den Köchinnen, dass sie Bananen organisieren sollen. Diese sagten nur, dass es keine gibt. Am Abend sagte es ihnen auch David. Sie sagten ihm, dass sie es im nächst grösseren Dorf organisieren müssen. Auf jeden Fall brachten heute beide Köchinnen, ohne sich abzusprechen, zu viele Bananen. Für uns kamen sie leider zu spät. Als wir oben ankamen, lag auf einem Plastik zwei Hinterbeine einer Kuh. Sie zerlegten sie mit Beil, Machete und einem scharfen Küchenmesser von Elisabeth. Am Abend brachten sie uns 15 kg Fleisch mit Knochen und Haut vorbei. David sprach noch mit dem Pfarrer ob er den Gottesdienst nicht eine Stunde früher beginnen und kurzhalten kann damit wir am Nachmittag weiterarbeiten können. Uns wurde dies zugesichert. Vor dem Nachtessen berechnete ich die Armierungseisen für die Wand des Reservoirs und besprach mit einem Ingenieur die Verrohrung im Pumpenhaus. Zum Nachtessen gab es Spagetti mit Tomatensauce, Landjäger und ein wenig Parmesankäse. Im Bad wurde das Wasser nicht aufgefüllt. Dies sollte regelmässig aufgefüllt werden. Kurzerhand wurde ein 200 Liter Fass mit Flusswasser geöffnet und mit einem 25 Liter Bidon Wasser entnommen und zu uns ins Bad gestellt. David hat damit das heisse Wasser abgekühlt. Als er sich das Wasser über den Körper goss roch es nach Benzin. Im Bidon wurde scheinbar Benzin transportiert. Es hat in ein wenig gejuckt, dafür ist er jetzt porentief sauber 😉. So gibt es jeden Tag wieder neue Überraschungen die uns nicht mehr vom Sockel hauen.

Kleine Schulung um das Volumen der Säule zu berechnen
Kleine Schulung um das Volumen der Säule zu berechnen
Die Metzgerei ist hier unter freiem Himmel
Die Metzgerei ist hier unter freiem Himmel

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Kommentare: 3
  • #1

    Martin Egli (Sonntag, 29 Juli 2018 08:31)

    Lieber Bernhard, liebe Elisabeth
    Lieber David
    Die Arbeiten kommen trotz aller Schwierigkeiten gut voran!
    Heute werdet Ihr vermutlich den Gottesdienst besuchen und Euch etwas erholen können.
    Wir wünschen Euch für den weiteren Verlauf der Arbeiten gutes Gelingen.
    Herzliche Grüsse an alle und wir denken an Euch!
    Martin und Claudia

  • #2

    Meta Grabau (Sonntag, 29 Juli 2018 10:51)

    Liebe Elisabeth, Bernhard und David
    Nach meine Ferien im etwas kühleren Norden (Nordsee) habe ich nun mit grosser Spannung eure Berichte gelesen. Ein Abenteuerroman verblasst dagegen...
    Heute könnt ihr hoffentlich alles ein wenig ruhiger angehen lassen. Ich wünsche euch weiterhin Gottes Beistand und viel Kraft, um alle Schwierigkeiten zu bewältigen.
    Liebe Grüsse aus Basel, Sr. Meta

  • #3

    Vreni und Helmut (Montag, 30 Juli 2018)

    Ihr Lieben, wir staunen über euren Mut und den eisernen Willen, das Projekt zu einem Abschluss zu bringen und danken euch!. Und da, wo es scheint, es gibt nichts mehr, keine Bananen, kein fleisch und kein Wasser oder Wasser mit Benzin vermengt oder der LKW ist in Panne - da scheint es wie von Engelhand plötzlich doch eine Lösung zu geben. Wir beten weiter um Gottes Hilfe, um freundliche Afrikanerhände und -augen, um ermutigende Chöre und singende und betende Mitarbeiter, dass die Arbeit gelingt. Alles Liebe und Gute, Vreni und Helmut