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Ein abwechslungsreicher Sonntag

(bez) Ein starker Sturm weckte uns nach vier Uhr, anschliessend setzte starker Regen ein, welcher durch einen längeren Landregen abgelöst wurde. David fühlt sich schon wieder recht gut. Vor 10 Uhr werden wir von Hugo, dem Direktor des Gesundheitsdienstes; für die Kirche abgeholt. Zuerst schauen wir wie die Kinder und Frauen das Wasser bei der Zisterne holen. Normalerweise holen sie es am Morgenfrüh, da es heute Morgen regnete, wurde es auf vor und nach dem Gottesdienst verschoben. Es ist ein kommen und gehen. Es gab lustige Bilder, wie eine Frau mit ihrem Kind den Bidon an einer Schnur durch den Sand zog und das Kind hinten stiess oder auf dem Bidon sass. Um 10 Uhr war noch kaum wer in der Kirche, aber die die waren sangen aus voller Kehle. Um 11 Uhr war die Kirche dann voll und die meisten der fünf Chöre hatten schon ihren Auftritt. Nach der Predigt konnte David die Grüsse der EMIK und Mission 21 weitergeben. Auch wurde die Wichtigkeit des Wasserprojektes für die Gesundheit und Weiterentwicklung der Dorfbevölkerung betont und dass der Unterhalt des Widdersystems wichtig ist damit mehrere Generationen davon profitieren können. Damit dies möglich ist, müssen sie für diese Dienstleistung was bezahlen. Die Leute haben darauf positiv reagiert. Nach dem Gottesdienst bereiteten wir uns auf die Klettertour vor um die Steigleitung im Felsen zu fixieren. Zu fünft schleppten wir Alles runter. Als wir uns einrichteten sahen wir neben uns auf einem Ast ein Chamäleon. Es war faszinierend dieses kleine Ding zu beobachten wie es die Augen von vorne bis hinten bewegen konnte. Es war mein erstes Chamäleon welches ich in freier Wildbahn sah. Die Arbeiten am Fels verliefen planmässig. Ich musste zweimal hochsteigen und David sicherte mich. Beim Eindunkeln waren wir fertig. David ging mit zwei Mitarbeitern den Felsenweg hoch und ich mit einem Mitarbeiter zur Quelle um Wasser zu holen und eine Wasserprobe zu entnehmen, welche ich oben im Dorf analysieren werde. Wir konnten gerade noch ohne Taschenlampe hochsteigen. Oben trafen wir die Andern bei Hugo, welcher uns Alle zum Nachtessen eingeladen hatte. Ich musste aber noch zuerst die Wasserprobe für die Analyse vorbereiten. Das Wasser wird mit einem Pulver vermischt und in einen Blister gegeben und verschweisst. Dieser Blister mit 50 Vertiefungen kommt für 18 Stunden bei 35°C in einen Brutschrank. Bin nun gespannt wie das Resultat aussieht. Das Schweissgerät und das Blisterschweissgerät konnte ich im 2018 mit den Widderpumpen transportieren lassen. Morgen werde ich noch eine Wasserprobe von der Zisterne nehmen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Rafaela (Montag, 26 September 2022 07:04)

    Merci pour la musique :) et bonne continuation pour le travail à Matamba-Solo!